Schulen

An der Kästnerschule zum Abi

Die Haupt- und Realschule Erich-Kästner-Schule bekommt einen Gymnasialzweig.

Noch ist die Erich-Kästner-Schule (EKS) eine Haupt- und Realschule mit Förderstufe. Wenn alles planmäßig läuft, wird sich dieser Status mit Beginn des nächsten Schuljahres ändern. Laut Schulentwicklungsplan, den der Kreis in diesem Jahr beschlossen hat, soll sie zu einer kooperativen Gesamtschule mit gymnasialen Eingangsklassen umorganisiert werden. Am Montag wird sich der Kreistag mit einem entsprechenden Beschluss befassen; die Zustimmung des Parlaments ist zu erwarten. Laut Beschlussbegründung liegt Kultusminister Alexander Lorz (CDU) bereits ein Genehmigungserlass zur Unterschrift vor.

Mit dem Schuljahr 2020/2021 wird konkret, was im November vor drei Jahren öffentlich wurde. Der jetzige und damals noch kommissarische Leiter der EKS, Julian Stey, sprach davon, den Schülern die Möglichkeit bieten zu wollen, „am Standort von der fünften Klasse bis zum Abitur zur Schule gehen zu können“. Von Anfang an sollte die Campussituation mit der Hochtaunusschule und der Dependance der Feldbergschule genutzt werden. Das heißt, die Kinder, die künftig die gymnasialen Eingangsklassen an der EKS besuchen werden, können nach der zehnten Klasse in einem Übergangsverfahren an eine der beiden anderen Schulen wechseln, um dort ihr (Fach-) Abitur zu machen. Zuvor sollen sie an der EKS in enger Verzahnung mit der HTS und der Feldbergschule auf den Wechsel in Oberstufe vorbereitet werden.

Oberursel: Maximal 60 Kinder haben Platz

Der Wechsel speziell an diese Schulen ist kein Muss. Zwar sei es für die Schüler wegen der inhaltlich engen Abstimmung durchaus sinnvoll, auf dem Campus Bleibiskopf zu bleiben. „Sie können aber auch die Oberstufen des Gymnasiums beziehungsweise der IGS besuchen“, sagt Andrea Nagell, die Pressesprecherin des Hochtaunuskreises. Mit welcher Klassenstärke die EKS nach den Sommerferien antritt, hängt davon ab, wie viele Kinder für die gymnasialen Eingangsklassen angemeldet werden. Die jetzigen Viertklässler können sich bis März für die Bildungsangebote der weiterführenden Schulen anmelden. Je nach Anzahl werde das Staatliche Schulamt zusätzliche Lehrkräfte einstellen. Mindestes 15 Schüler sind nötig, um eine gymnasiale Klasse einzurichten. Maximal werden 60 Kinder pro Jahrgang die Möglichkeit haben; der Schulentwicklungsplan sieht höchstens zwei Eingangsklassen mit bis zu 30 Kindern vor.

Schon jetzt stellt sich die Frage, ob es genug Platz geben wird; rein rechnerisch könnten in den nächsten sechs Jahre immerhin 360 Schülerinnen und Schüler hinzukommen. „Vorerst ist ausreichend Platz vorhanden“, sagt Nagell. „Natürlich müssen wir kontinuierlich beobachten, wie das Angebot angenommen wird.“

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