1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Hochtaunus
  4. Oberursel

Impulse für die Zukunft der Stadt

Erstellt:

Kommentare

Alte Wache bietet Vortragsreihe mit hochkarätigen Gästen aus der Wissenschaft

Oberursel - Spaßiges gibt es in Oberursel schon genug, findet das Event-Team vom Kultur- und Begegnungszentrum Alte Wache Oberstedten. Jetzt soll auch "etwas für den Geist" angeboten werden, wie Nasser Djafari sagt. "Mit dem ,Forum Oberurseler Zukunft' wollen wir neue Impulse setzen. Deshalb haben wir diese Vortragsreihe mit lokalem Bezug und wissenschaftlicher Perspektive ins Leben gerufen", berichtet Michael Planer. Und Djafari verrät, dass das "Königsteiner Forum" als Vorbild gedient habe.

Das Konzept ist unter wesentlicher Mitwirkung Djafaris und dessen Bruders Nader entstanden. Hochkarätige Referenten aus Wissenschaft, Politik, Gesellschaft, Kirche und Wirtschaft sollen in der Alten Wache, Pfarrstraße 1, aktuelle Themen aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven behandeln. Die Wirklichkeit solle möglichst ungeschminkt betrachtet und analysiert werden. Die Vorträge sollen das kulturelle und geistige Leben Oberursels bereichern und Akzente setzen, die eine regionale und überregionale Wirkung haben.

Für jedes Jahr haben sich die Initiatoren, zu denen auch Stefan Pohl und Birte Habild-Kolland gehören, einen Block aus vier Vorträgen vorgenommen.

Den Anfang macht am Donnerstag, 8. September, 19 Uhr, Professor Michael Opielka, Wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer des Instituts für Sozialökologie sowie Professor für Sozialpolitik an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Er spricht über "Soziale Nachhaltigkeit". Dabei geht es um die von den Vereinten Nationen verabschiedeten Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030, bei denen auch für die Industrieländer soziale und ökologische Nachhaltigkeitsziele systematisch verknüpft wurden. Weiter geht es mit "Trinkwasserversorgung in Oberursel - heute und morgen". Dazu spricht Dieter Greding, technischer Leiter der Stadtwerke, am Mittwoch, 14. September, 19.30 Uhr. Er stellt eine Studie vor, in der es um das Bevölkerungswachstum und den künftigen Wasserverbrauch geht. Außerdem berichtet er über die Ergiebigkeit der Quellen im Taunus. "Man kann das Alter des Wassers bestimmen", verrät er. Sogar mehrere 1000 Jahre altes Wasser aus der Gletscherzeit gebe es noch auf der Erde. Und er erklärt die neue Wasseraufbereitungsanlage, die auf Ultrafiltration basiert und eine der modernsten in Hessen ist.

Über "Nachhaltige Stadtentwicklung" spricht Professor Ingrid Breckner von der HafenCity Universität Hamburg am Freitag, 23. September, 19 Uhr. Da geht es um globale Urbanisierungsprozesse und die Auswirkungen von Klimawandel, Umweltzerstörung und Ressourcenknappheit als massive ökologische Krise. Damit verbunden sind Fragen zu Armutsbekämpfung, Chancengleichheit und gesellschaftlicher Teilhabe.

Abfall hat sich Jochen Schmitz, Leiter des Innovationsmanagements bei der FES Frankfurt, vorgenommen. Mit seinem Vortrag "Nachhaltige Innovationen für die saubere Stadt der Zukunft" (Beginn 19 Uhr) endet die Reihe für dieses Jahr am Freitag, 30. September. Er spricht darüber, dass mehr als 80 Prozent des Mülls, der heute verbrannt wird, andere Kreisläufe gehören, nennt die Ursachen dafür und erklärt, wie das geändert werden kann. Der Eintritt zu allen Abenden ist frei. Um Anmeldung per E-Mail an events@alte-wache- oberstedten.de wird gebeten. cg

Auch interessant

Kommentare