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Ideen für Herzog-Adolf-Straße

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Verwaltung präsentiert drei mögliche Varianten der Neugestaltung

Oberursel - Wie geht es mit der Herzog-Adolf-Straße in Oberursel weiter? Der Ortsbeirat Mitte möchte, dass die Stadt für die öffentlichen Flächen ein Konzept entwickelt: Die Straße soll zum einen kein Provisorium mehr sein, zum anderen soll ihr „naturnaher Charakter“ als Naherholungsweg und wichtiges Verbindungsstück zwischen Maasgrund und Rushmoorpark unterstrichen werden. „Es braucht eine endentwickelte Straße, die die Anlagen verbindet, eine zukunftssichere Lösung“, betonte Michael Reuter (CDU) in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Mitte. Die Verwaltung hat sich schon Gedanken gemacht - Anja Littig aus dem Rathaus hatte Skizzen zu drei möglichen Varianten mitgebracht. Jetzt wollen sich Stadt, Ortsbeirat und Anwohner aber erst einmal vor Ort treffen.

Einig ist man sich nämlich noch nicht, wie genau der Umbau aussehen soll: Denkbar ist laut Littig ein Fuß- und Radweg zur Wiese hin, den ein Grünstreifen von einer Fahrbahn auf Seite der Grundstückszufahrten trennt, zwischen denen öffentliche Stellplätze angeordnet werden könnten. Sobald der Fahrbahnbereich endausgebaut werde, müssten die Anlieger Erschließungsbeiträge bezahlen, erinnerte Littig.

Ebenso sei möglich, dass der heute bereits asphaltierte Bereich als gemeinsame Straße für alle Verkehrsteilnehmer erhalten bleibe und ein etwa fünfeinhalb Meter tiefer Streifen - vor den Wohnhäusern - an die Eigentümer verkauft werde. „Dort könnten die Anwohner dann auf ihren eigenen Grundstücken parken oder grüne Vorgärten gestalten“, sagte Littig.

Variante drei sieht vor, dass die Stadt die Entsiegelung und Begrünung vor den Grundstücken leistet; denkbar seien Baumpflanzungen und Sitzbänke. Auf die ursprünglich geplante Querungshilfe an der Königsteiner Straße indes will man aus Kostengründen erst einmal verzichten. Die Ideen, so Littig, seien ein „allererster Aufschlag“, weshalb man auch die Anwohner noch nicht ins Boot geholt habe. Rund ein Dutzend waren zur Sitzung gekommen - und möchten mitreden: „Dahinten ist in den letzten zehn Jahren ein Haus verkauft worden. Alle anderen wohnen da in vierter Generation! Und wir wurden nicht befragt“, ärgerte sich ein Anwohner. Ein anderer erinnerte daran, dass es sich um einen der Hauptwanderwege in den Taunus handle: „Da kommen ganze Wandergruppen, Kindergartenkinder, Radfahrer - das sollte man erhalten. Aber auch die Parkplätze müssen bleiben, die Situation ist sowieso schon angespannt.“

Der Vorschlag, Flächen von der Stadt zu kaufen, kam nicht gut an: Vor Jahrzehnten hätten die Eigentümer unentgeltlich Grund abtreten müssen, weil es eine Straßenbauplanung gegeben habe. „Jetzt sollen wir einen hohen Preis bezahlen und zum Bodenrichtwert als Bauland zurückkaufen, was alle damals für nichts abgegeben haben? Das ist unlogisch“, so eine Anwohnerin. „Und wenn einer kauft und der andere nicht, dann haben wir wieder ein Stückwerk.“ Allein: Die Stadt könne nicht frei verhandeln, sondern sei verpflichtet, ihre Grundstücke zu bestimmten Preisen zu verkaufen, erklärte Rathauschefin Antje Runge (SPD). Allerdings werde man sich die Einzelfälle anschauen, die Frage sei, was in den damaligen Verträgen stehe. Die Bürger wollen sich nun auch selbst Gedanken über den Umbau der Straße machen - die Maßnahme sei nötig, so ein Anwohner: „Eine schönere Gestaltung muss mal kommen. Im Herbst waten wir im Schlamm.“

Ihre Anregungen und Fragen können die Betroffenen bis 14. April per E-Mail an stadtentwicklung@oberursel.de schicken. „So haben wir zur Begehung schon die Antworten“, so Thomas Fiehler (ULO).

Am Dienstag, 2. Mai, 18.30 Uhr, wollen sich Anwohner, Verwaltung und Ortsbeirat vor Ort ein Bild von den Gegebenheiten machen. Im Anschluss tagt dann der Ortsbeirat.

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