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Hygieneprobleme durch Überpopulation

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Tierfütterung an Maasgrundweiher und im Rushmoorpark wird bei Geldstrafe bis zu 5000 Euro verboten

Oberursel - Jetzt wird der Nilgans- und Nutriapopulation Einhalt geboten: Der Bau-, Umwelt- und Klimaschutzausschuss (BUKA) und der Haupt-, Finanz- und Digitalisierungsausschuss (HFDA) haben das geplante Verbot der Fütterung von Wasservögeln, Nutrias und anderen Wildtieren beschlossen. Am 24. November hat das Stadtparlament das letzte Wort - danach kann die städtische Gefahrenabwehrverordnung entsprechend ergänzt werden. Und es werden Hinweisschilder installiert. Zuwiderhandlungen können mit Geldstrafen bis zu 5000 Euro geahndet werden. Die Stadtpolizei will die Einhaltung überwachen.

Eine Fütterung von freilebenden Wasservögeln und anderen wildlebenden Tieren sei nicht notwendig, heißt es in der Beschlussvorlage. „Das natürliche Nahrungsangebot ist auch im Winter völlig ausreichend.“ Eine zusätzliche Fütterung könne gravierende Auswirkungen auf Tiere und Natur haben: „Dabei verlieren die Tiere ihre natürliche Scheu vor den Menschen und werden träge“ , heißt es.

Zudem werde mehr gebrütet und mehr Artgenossen wanderten zu. Wildtiere, einmal an Menschen gewöhnt, belagerten öffentliche Wege und Plätze, um zu betteln. Dies führe zu Verschmutzung von Gehwegen, Straßen und privatem Eigentum durch Exkremente. Tierkot und Brotreste gelangten auch ins Wasser, wo sich giftige Bakterien bilden könnten.

Der Tierschutzverein sieht das anders und will weiter „anfüttern“. „Die Tiere werden nicht durch die Fütterung angezogen, sondern durch das Wasser“, so die Tierschützer. Dennoch sind sich Politik und Verwaltung einig beim Verbot. Es gibt eine Überpopulation und dadurch auch ein hygienisches Problem, so Claudia von Eisenhart Rothe (Klimaliste). „Das sind Wildtiere, die eingedämmt werden müssen.“

Bis auf die Linke, die sich enthielt, stimmten alle Fraktionen für das ausnahmslose Fütterungsverbot. mrm

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