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Grundstein für neues Quartier

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Die Zeitkapsel wird eingemauert. Der Grundstein wird später dann im Keller von Haus zwei sein. reimer
Die Zeitkapsel wird eingemauert. Der Grundstein wird später dann im Keller von Haus zwei sein. reimer © mrm

Sechs Mehrfamilienhäuser entstehen im sogenannten Gleisdreieck

Oberursel - Bald wachsen sie in die Höhe, die Wohnhäuser, die auf dem sogenannten Gleisdreieck unweit des Bahnhofs geplant sind: Nach der Rodung der knapp 6000 Quadratmeter großen Fläche, der Erschließung und den Erdbauarbeiten kann jetzt der Hochbau starten, den die Grundsteinlegung am Freitag einläutete. Gut gelaunt befüllten die Architekten vom Büro monogruen (Frankfurt), der Projektentwickler Wilma Wohnen Süd (Frankfurt), der das Grundstück Nassauer Straße 1 gekauft hatte, und die Stadt in Person von Rathauschefin Antje Runge (SPD) die Zeitkapsel, in der künftige Generationen irgendwann einmal die Taunus Zeitung, die Frankfurter Rundschau, die FAZ, Münzgeld und den Architektenplan finden. Sicher verschlossen mauerte der besondere Bautrupp die Zeitzeugnisse in den Grundstein ein, der im Keller von Haus zwei verbaut werden soll, wie Wilma-Rhein-Main-Geschäftsführer Peter Wittel sagte.

Wie berichtet, zieht die Wilma auf dem langgezogenen Areal zwischen den Gleisen von U- und S-Bahn 67 Eigentumswohnungen zwischen einem und vier Zimmern (42 bis 154 Quadratmeter) in sechs Mehrfamilienhäusern hoch. 15 davon werden, das ist festgelegt, 15 Jahre lang für maximal 9,40 Euro pro Quadratmeter vermietet. Bis Ende 2024 soll das Bauvorhaben fertiggestellt sein: „Wir liegen genau im Zeitplan“, freute sich Wittel, und das trotz „aktuell schwierigem Marktumfeld“ - bekanntlich hat man auf vielen Baustellen landauf, landab mit Materialengpässen, Lieferschwierigkeiten und Kostensteigerungen zu kämpfen. Um 20 Prozent seien die Baukosten allein in diesem Jahr auch fürs Projekt Gleisdreieck gestiegen, sagte der Wilma-Chef im Gespräch mit dieser Zeitung.

Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 37 Millionen Euro. Dafür entstehen im neuen Viertel insgesamt 5400 Quadratmeter Wohnfläche: Wilma und monogruen versprechen eine „klare architektonische Formensprache“ - inklusive mit Klinkerriemchen und Flachverblendern aufgehübschter Fassaden -, einen zentralen Quartiersplatz zum Verweilen sowie grüne Innenhöfe zwischen den frei stehenden Gebäuden, die nebeneinandergereiht werden. Fünf der Häuser werden je drei Vollgeschosse plus Staffelgeschoss haben, das Punkthaus an der Spitze des Areals insgesamt acht Etagen. Im Erdgeschoss sind Terrassen mit Gärten vorgesehen, in den oberen Geschossen Loggien beziehungsweise Dachterrassen mit Skyline- und Feldbergblick geplant.

Eine Tiefgarage mit 80 Stellplätzen, die über die Frankfurter Landstraße erschlossen werden soll, verbindet die Baukörper unterirdisch, per Aufzug soll man barrierefrei in jede Wohnetage gelangen. In der Garage und übers Gelände verteilt seien aber auch genügend Fahrrad- und Lastenradabstellplätze eingeplant, betonte monogruen-Geschäftsführerin Karin Schunda. „Das wird ein nahezu autofreies Quartier.“ Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage könne man schließlich auch auf den ÖPNV direkt vor der Haustür setzen. Auch der Radschnellweg zwischen Frankfurt und Friedrichsdorf soll über das Grundstück führen.

Die Wohnungen selbst sollen mit Fußbodenheizung, Parkett, elektrischen Alu-Rollos und anderen Annehmlichkeiten ausgestattet werden. Wittel sprach vom „hochwertigen Neubau“ - der hat seinen Preis: Pro Quadratmeter ruft die Wilma durchschnittlich 7000 Euro auf, womit man auf dem Markt aber gut dastehe, so Wittel. Die Hälfte der Wohnungen sei schon weg. mrm

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