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Ein Grund zum Feiern

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Von: Fabian Böker

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Der Förderverein verbindet Schule und Betriebe im Sinne der Schüler.
Der Förderverein verbindet Schule und Betriebe im Sinne der Schüler. © Michael Schick

Die Förderer der Feldbergschule in Oberursel sind seit 25 Jahren aktiv. An der Schule werden Schüler in enger Zusammenarbeit mit Betrieben auf ihre berufliche Laufbahn vorbereitet. Diese Zusammenarbeit steht im Zentrum der Arbeit des Fördervereins.

Bindeglied, Schnittstelle, Kooperationspartner. Peter Selesnew findet nur lobende Worte, wenn er über die Arbeit des Fördervereins der Feldbergschule spricht, deren Leiter er ist. Heute feiert der Verein sein 25-jähriges Jubiläum und blickt auf eine Zeit zurück, in der er viel investiert hat, und in eine Zukunft, die wieder mehr Mitglieder bringen soll.

Salate für das Frühlingsfest der Schule zu stiften, das ist nicht Aufgabe des „Vereins der Förderer und Freunde der Feldbergschule Oberursel e.V.“, wie er ganz korrekt heißt. Dafür ist die Schule zu komplex, sie umfasst verschiedene Schulzweige, vom Beruflichen Gymnasium über die Fachoberschule bis hin zur Berufsschule. In enger Zusammenarbeit mit Betrieben werden hier die Schüler auf ihre berufliche Laufbahn vorbereitet. Diese Zusammenarbeit mit den Betrieben ist es, die im Zentrum der Arbeit des Fördervereins steht.

Dinge, die Schüler brauchen

„Wir schaffen in erster Linie die Dinge an, die die Schüler im praxisorientierten Unterricht brauchen“, erklärt Hans-Dieter Vosen, der seit Gründung als Schatzmeister im Verein fungiert. Dazu zählen gerade in jüngerer Zeit vor allem Computer und DVD-Player aber auch der Klassiker, der Overheadprojektor. Als die Schule auch noch einen technischen Zweig hatte, wurden aber auch Elektroschweißgeräte zur Verfügung gestellt. Insgesamt sind es etwa 80 000 Euro, die bislang investiert wurden.

Den Anfang machte 1989, gerade ein Jahr nach der Gründung, ein Elektropneumatiksteuerungsmodell im Wert von damals etwa 5000 Mark. Vorausgegangen war die Idee des damaligen Schulleiters Friedrich Jahn, einen Förderverein zu gründen. Der Elternbeirat, dessen Kassenwart der gebürtige Kölner Vosen damals schon war, nahm die Idee auf und leitete alles in die Wege. Am 8. Juni 1988 fand die konstituierende Sitzung statt, am September folgte der Eintrag ins Vereinsregister. „Dazu musste ich erst einmal sieben Betriebe finden, die mitmachen wollten“, erinnert sich Hans-Dieter Vosen.

Letztendlich waren es sogar 21 Firmen, die sich am Förderverein beteiligten. Es waren Firmen, deren Auszubildende an der Feldbergschule den theoretischen Teil ihrer Ausbildung absolvierten. Die Betriebe sollten somit vermehrt ins Boot geholt, die Zusammenarbeit mit der Schule gestärkt werden.

Im stetigen Dialog mit der Schulleitung und der Elternvertretung lotete der Verein anschließend aus, welche Dinge benötigt werden. Finanziert wurde die Anschaffung durch die Mitgliedsbeiträge, die jeder Betrieb zahlt.

1994 dann der Bruch: Die Schule wurde umstrukturiert, ein Großteil des technischen Zweiges wanderte nach Usingen – und später an die Hochtaunusschule – ab, übrig blieb vor allem der Bereich Wirtschaft und Verwaltung. Acht Betriebe verließen daraufhin den Förderverein. Aktuell hat er 15 Mitglieder.

Doch die Förderer sind weiter aktiv. Beim heutigen Festakt präsentieren sie eine Neuigkeit: Erstmals haben sie in die Freizeit der Schüler investiert. Die Schule hat auf dem Pausenhof neue Bänke und Tische aufgestellt. Die anfälligen Betonarbeiten hat der Förderverein ebenso finanziert wie neue Abfallbehälter auf dem Hof. „Wir wollen, dass sich die Schüler auch zwischen den Unterrichtsstunden wohl fühlen“, sagt Vossen. Und das noch mindestens weitere 25 Jahre.

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