1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Hochtaunus
  4. Oberursel

Gefahr durch Elterntaxis

Erstellt:

Kommentare

Ortsbeirat alarmiert / Chaos vor Burgwiesenschule

Oberursel - Elterntaxis, die den Kurvenbereich zuparken, Mütter und Väter, die in die Sackgasse fahren, sich an Wendemanövern versuchen oder ihre Fahrzeuge rückwärts wieder herauslenken - und das alles, während in der morgendlichen Dunkelheit Kinder aus allen Richtungen zu Fuß, mit dem Rad oder Roller in Richtung Burgwiesenschule in Bommersheim strömen: Alle Eltern, die ihren Nachwuchs am liebsten mit dem Auto bis ins Klassenzimmer chauffieren würden, sind Im Himmrich seit geraumer Zeit ein großes Risiko für die Sicherheit der Grundschulkinder auf ihrem Schulweg.

Dass die Kita Wirbelkiste direkt nebenan liegt und es im Bereich der Sackgasse nur auf einer Seite einen breiten Bürgersteig gibt, verschärft die Situation: Anwohner beobachten fast täglich brenzlige Situationen. Auch Schulleitung und Ortsbeirat sind alarmiert.

Ortsvorsteher Steffen Wolf (OBG): „Auf dem Weg zur Kita und zur Schule über die beiden Fußwege von der Lange Straße und der Burgstraße und weiter über den Sackgassen-Abschnitt der Straße Im Himmrich werden Kinder, Fußgänger und Fahrradfahrer durch Autoverkehr gefährdet“, warnte das Gremium bereits im Juli 2021. Der Magistrat möge prüfen, wie die Verkehrssicherheit verbessert werden könne. Das Gremium argumentiert weiter: Weil es sich bei diesem Abschnitt um eine Sackgasse handle, nutzten die Kinder auf dem Weg zur Schule oft auch die Fahrbahn, wenn sie die Straße über einen der Fußwege erreichten. „Hier werden die Kinder durch den Autoverkehr in und aus der Sackgasse heraus gefährdet. Sie können nicht sicher auf der Seite der Kita und der Schule zu ihrem Ziel gelangen“, warnte er Ortsbeirat.

Situation soll entschärft werden

Selbst wenn die Kinder den Bürgersteig auf der gegenüberliegenden Straßenseite nähmen, schwebten sie in Gefahr, weil dort die Elterntaxis hielten. Zum Teil müssten die Schüler dann zwischen den Autos die Fahrbahn überqueren - und dabei Fahrern ausweichen, die in die Sackgasse steuern oder versuchen, rückwärts wieder herauszukommen.

Auch Kinder, die aus Nordosten, parallel zum Parkplatz Im Himmrich, genannt die „Null“, zur Schule liefen, überquerten die Fahrbahn dort, wo die Straße von der Null abbiege - auch sie würden durch Autos in und aus dem Sackgassen-Abschnitt gefährdet. Jetzt soll damit endlich Schluss sein: Nach einer Überprüfung der Verkehrssituation habe die Stadt eine Planung für den kritischen Bereich entworfen, wie Rathauschefin Antje Runge (SPD) mitteilte. „Die Vorschläge wurden in Abstimmung mit der Schulleitung, den Elternbeiräten, Ortsvorsteher und den Bereichen Verkehrsplanung, Feuerwehr und Straßenverkehrsbehörde erarbeitet“, so Runge.

Geplant seien verschiedene bauliche und weitere Veränderungen, die die Sicherheit der Schul- und Kindergartenkinder erhöhen sollen: So soll zum einen die Einfahrtssituation Im Himmrich ab Burgwiesenhalle bis Sackgasse, Hausnummer zwei, eingeengt werden.

In diesem Bereich werde zusätzlich eine Überquerungshilfe angebracht, außerdem wird die Einfahrt in die Sackgasse, Anlieger ausgenommen, verboten. Das hatte auch der Ortsbeirat vorgeschlagen. In der Sackgasse selbst werden mehrere Parkbuchten markiert, nur noch dort dürfen Autos künftig abgestellt werden.

Zum anderen sollen zwei der Stellplätze an der Null als „Elternhaltestellen“ ausgewiesen werden. Dazu werden insgesamt sieben Radanlehnbügel für je zwei Räder aufgestellt, vier in der Sackgasse und drei im Bereich der Null. mrm

Auch interessant

Kommentare