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Für schönere Plätze

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Bauausschuss bringt Umgestaltungen auf den Weg

Oberursel - Im Bau-, Umwelt- und Klimaschutzausschuss (BUKA) hat die Politik jetzt die Weichen für die Umgestaltung der Plätze gestellt, nachdem die Grünen in der Septembersitzung noch auf die Bremse getreten hatten: Die Fraktionen einigten sich auf einen Änderungsantrag der schwarz-grünen Kooperation. Am 24. November steht die geänderte Magistratsvorlage auf der Tagesordnung des Stadtparlaments, das das letzte Wort hat. Danach könnte es dann losgehen: Die Stadt soll das Freiraum- und Platzgestaltungskonzept erarbeiten und dabei die Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung beziehungsweise die Punkte, die der Arbeitskreis formuliert hat, berücksichtigen.

Zudem umfasst der Beschlusstext Prüfaufträge: Beim Epinay-Platz geht es um mehr Schatten und mehr Bänke, zusätzliches Grün und eventuell Solarpaneele - oder eine Begrünung - an der Glas-Pyramide.

INITIATIVE FAVORISIERT „OASE AM URSELBACH“

Wenn es nach der Initiative „Oase am Urselbach“ geht, steht fest, welcher Platz 2023 umgestaltet wird: das städtische Grundstück hinter der Oberurseler Stadthalle, derzeit Parkplatz.

Zwar sollen auch Maßnahmen auf anderen Flächen geprüft werden - doch für die Aktivisten ist klar: „Die Oase am Urselbach wäre das Leuchtturmprojekt, das mit Wirkung über die Stadtgrenzen hinaus aufzeigen könnte, wie der Umbau einer versiegelten und überhitzten Stadt, die sich dem Klimawandel anpassen muss, funktionieren kann.“

Gemeinsam mit einem Bau-Profi , der Vorhaben dieser Art in anderen Kommunen regelmäßig umsetzt, hat die Initiative nun eine erste konkrete Planung erarbeitet. mrm

Beim Parkplatz hinter der Stadthalle soll geprüft werden, wie eine Gestaltung von Aufenthaltsmöglichkeiten realisierbar wäre. Am St.-Barbarabrunnen schließlich könnte der alte Mühlgraben wieder „erlebbar“ gemacht werden. Darüber hinaus will die Stadt sich Gedanken über die Beleuchtung in der Innenstadt machen, das Patenschaftskonzept für Bepflanzungen voranbringen und ein Fund-raising-Konzept für die Plätze entwickeln. Eine Budgetplanung und die Prüfergebnisse soll man spätestens im ersten Quartal 2023 sehen, heißt es im Änderungsantrag. „Wir wollen ein Leuchtturmprojekt umsetzen. Aber wir müssen aufgrund der finanziellen Lage der Stadt fokussiert prüfen. Es muss sicher sein, dass am Ende noch genug Geld da ist für die Umsetzung“, unterstrich Angela Helbling-Marschall (Grüne).

Die SPD hatte so ihre Probleme mit dem schwarz-grünen Änderungsantrag: Zwar begrüße man, dass es nun endlich so weit sei, sagte Sabine Kunz. „Aber wir haben uns schon sehr gewundert. Wir sehen keine wesentlichen Änderungen zum städtischen Beschlussvorschlag, das sind einfach neue Gliederungspunkte, zum Teil ist der Wortlaut minimal anders“, so Kunz. Mit dieser „als Änderung getarnten Nichtänderung“ hätten CDU und Grüne „eine Verzögerung von mindestens vier Monaten erreicht“, ärgerte sich Kunz. Bürgermeistern Antje Runge (SPD) schloss sich an und übte Kritik in Richtung Kooperation: „Auch ich sehe keine Änderungen - das wäre ja auch seltsam, weil es ja die Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung sind.“ Die Stadt habe ein „Dringlichkeitsproblem“, schließlich müsse das Geld bald ausgegeben werden und der finale Beschluss sei nun frühestens im März möglich. So oder so: „Es ist dringend erforderlich, dass wir etwas tun. Der Handel in der Innenstadt hat es immer schwerer“, appellierte Runge. Sie wünsche sich eine „offene Kommunikation und Zusammenarbeit“. Man habe „aus einem Brausekopf eine Gießkanne mit Strahl gemacht“, verteidigte unterdessen Thomas Studanski (CDU) das Papier. Susanne Herz (Grüne) „Wir wollten bewusst nicht den ganzen Antrag umkrempeln.“ mrm

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