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Erster Unverpackt-Laden eröffnet

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Christine Greve und Nina Sünder wollen Müll vermeiden

Oberursel - Sei selbst die Veränderung für die Welt, die Du Dir wünschst.“ Das ist das Motto von Christine Greve und Nina Sünder, den Gründerinnen der „Schütte“, Oberursels erstem Unverpackt-Laden. Und dass sie mit Herzblut und Leidenschaft hinter der Idee ihres Ladens stehen, das wird am Samstagvormittag in der Ackergasse deutlich. Weniger Verpackungen für Lebensmittel und damit weniger Müll ist der Gedanke, der die beiden Geschäftsfrauen motiviert hat, ein Geschäft für unverpackte Lebensmittel zu eröffnen.

„Wir haben uns schon lange gefragt, wann wohl auch in Oberursel ein Unverpackt-Laden eröffnet“, erzählt Christine Greve. Anfang 2020 begannen die beiden mit der Planung. Wie umfangreich und durchdacht diese waren, davon können sich die unzähligen Interessierten, die in den Laden strömen, überzeugen. Frisch renoviert, hell, freundlich und liebevoll eingerichtet begrüßt das Geschäft die ersten Kunden. Und wartet mit einem breiten Sortiment auf: Milch und Milchprodukte, Mehl, Müsli, Hülsenfrüchte, Nudeln, Gewürze, Tee, Kaffee, Süßigkeiten, Seife, Haushaltsprodukte und mehr. Viele der Produkte sind aus regionaler Produktion,

Dass „Die Schütte“ ein echter „Gewinn für Oberursel“ ist, betont auch Bürgermeisterin Antje Runge zur Eröffnung. Anfang 2020 begann die Idee Form anzunehmen, die gründliche Vorbereitung ist in vielen Bereichen zu erkennen. So gibt es etwa für kurzentschlossene Käufer die Möglichkeit, Gefäße, die andere Kunden im Geschäft zur Verfügung stellen für den Einkauf zu nutzen.

Doch zuvor erfolgt die offizielle Eröffnung, schneiden Greve und Sünder mit Antje Runge das rote Band durch und dann die „Schütte“-Torte an. Die Gäste schlendern durch die Gänge und begutachten das Sortiment, das bald auch um Gemüsekisten der Kooperative Frankfurt erweitert wird. „Wir sind eine Genossenschaft, wer bei uns Mitglied ist, kann einmal in der Woche eine Kiste mit Obst, Gemüse und Eiern erwerben, alles aus der Region“, erklärt Silas Müller, einer der Gründer der Kooperative. In Frankfurts Gärtnerdorf Oberrad wird ein Teil der Produkte direkt erzeugt, weitere Partnerbetriebe aus der Region liefern zu, so dass immer ein vielfältiges Angebot saisonaler Erzeugnisse angeboten werden kann. Diese können dann in den Verteilpunkten, sogenannten Depots, abgeholt werden. Und bald also auch in der „Schütte“. Regional, nachhaltig und persönlich sind sicherlich Attribute, die den Charme des Geschäfts umschreiben. „Es ist wieder ein bisschen wie früher“, schmunzelt Ursula Klier, Jahrgang 1937, „wie im Tante-Emma-Laden“. Lebensmittel aus der Region vor Ort einkaufen, Inhaberinnen mit Herzblut für ihre Idee, ein Plausch über die Ladentheke und dabei noch Gutes tun, besser können die Voraussetzungen für ein junges Geschäft in der Innenstadt kaum sein. caro

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