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Einblick in den Windkanal

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Prominent besetzte Delegation reist in britische Partnerstadt

Oberursel - Bürgermeisterin Antje Runge (SPD) hat den einzigem Oberurseler Ehrenbürger kennengelernt, der nicht der Brunnenstadt wohnt: Der 91 Jahre alte David Welch gilt als „Vater der Städtepartnerschaft“ zwischen Rushmoor (Großbritannien) und Oberursel. Der Brite hatte in seiner Amtszeit als Bürgermeister von Rushmoor die Partnerschaft vorangetrieben. Rushmoor ist seit 1989 Partnerstadt von Oberursel. Runge war nun zum Antrittsbesuch in Großbritannien, teilt das Rathaus mit.

Welch berichtete den deutschen Gästen, er lege großen Wert auf die Pflege des gesamteuropäischen Gedankens. Für ihn waren und sind die Beziehungen zwischen den Partnerstädten das wertvollste Kapital beim Aufbau eines vereinten Europas. 2003 hatte er die Ehrenbürgerrechte Oberursels verliehen bekommen. Mit der Bürgermeisterin angereist waren Stadtkämmerer Jens Uhlig (CDU), die stellvertretende Schulleiterin der Hochtaunusschule Elke Roy, der Abteilungsleiter Stadtgeschichte, Tourismus und Internationales Steve Schwab sowie Andrea Einig vom Verein zur Förderung Oberurseler Städtepartnerschaften.

Zum Programm für die deutsche Delegation gehörte auch ein Treffen mit dem Stadtratsvorsitzenden von Rushmoor David Clifford, dem Bürgermeister John Marsh, dem für die internationalen Beziehungen Verantwortlichen Andrew Colver sowie dem Vorsitzenden des Städtepartnerschaftsvereins von Rushmoor, Andrew Lloyd.

Das Verwaltungsgebiet von Rushmoor ist 1974 aus den beiden Städten Farnborough und Aldershot entstanden. Es liegt im Nordosten der Grafschaft Hampshire, 45 Kilometer von London entfernt und hat 81 400 Einwohner. Farnborough gilt als Wiege der britischen Luftfahrt und beherbergt aeronautische Forschungseinrichtungen.

Austausch mit College of Technology

Die Gäste aus dem Taunus informierten sich über den Union Yard, ein Stadterneuerungsprojekt, das die umfassende Sanierung eines Kernbereichs des Stadtzentrums von Aldershot zum Ziel hat und kleine und mittlere Einzelhandelsgeschäfte, neue Wohnungen und öffentliche Räume im Herzen des Stadtzentrums sowie Unterkünfte für Studierende bieten wird. Dafür habe die Stadt Rushmoor die Grundstücke im Stadtzentrum erworben, um die Innenstadtentwicklung auch in Zukunft selbst zu steuern, erfuhren sie.

Auch ein Besuch des Farnborough College of Technology stand auf dem Programm. „Mich hat die große Vielfalt an Fachrichtungen in verschiedenen Bildungsgängen für die über 4000 Schülerinnen und Schüler sehr beeindruckt. Die Schule ist bestens ausgestattet und verfügt über großzügige Bereiche zum selbstständigen Lernen“, sagte Elke Roy. Es war schon das zweite Zusammentreffen zwischen Vertretern der Hochtaunusschule und des College. Bereits im Juli 2022 hatten die Schulleiterin des Farnborough College of Technology, Virginia Barrett, und ihr Stellvertreter Laurence Magee die Hochtaunusschule besucht. Damals sprachen sie mit Bürgermeisterin Runge über künftige gemeinsame Projekte zwischen den beiden Städten. Inhaltliche Schwerpunkte waren der Austausch über die unterschiedlichen Schulsysteme und Unterrichtsmethoden.

Zum Brunnenfest ist ein neuer Besuch von Vertretern des Farnborough Colleges geplant. Auch ein weiteres Jugendprojekt sei denkbar: Ein Austausch im Rahmen eines Projekts „Städtepartnerschaften der Zukunft“, verbunden mit einem mehrmonatigen Arbeitsaufenthalt, so die Idee der Bürgermeisterin.

Bei der Besichtigung der Princess Hall Stadthalle in Aldershot tauschten sich beide Seiten über verschiedene Konzepte zur effizienten Nutzung von Stadthallen aus. Der Besuch der St. Michael’s Abbey von Farnborough sowie der ehemals weltweit größten Windkanalversuchsanlage im Museum für Luftwissenschaften in Farnborough rundeten das Programm ab. red

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