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Breitband in der ganzen Stadt

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Von: Götz Nawroth-Rapp

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Die Telekom will in Oberursel bis Ende 2014 eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet sicherstellen. Die Bauarbeiten sollen im Frühling 2014 beginnen.

Die Telekom will in Oberursel bis Ende 2014 eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet sicherstellen. Die Bauarbeiten sollen im Frühling 2014 beginnen.

Schöne, schnelle Welt – die Telekom will bis Ende kommenden Jahres Oberursel flächendeckend mit VDSL-Anschlüssen versorgen. Mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde sollen Daten dann zum Kunden rauschen, was sich vor allem beim Laden größerer Datenmengen, etwa Videoclips und Filmen, bemerkbar machen soll.

Die Telekom setzt dabei aber nicht auf die teure (und noch schnellere) FTTH-Technik („Fibre to the Home“), bei der ein Glasfaserkabel bis ins Haus oder die Wohnung hineinläuft. Die letzten Meter von der Glasfaser unter der Straße bis ins Heim laufen beim VDSL über gewöhnliche Kupferkabel. Die sind schon mit jedem Festnetzanschluss vorhanden.

Der Geschwindigkeitszuwachs gegenüber dem herkömmlichen Internet-Anschluss wird mit dem sogenannten Vectoring erzielt, einem Verfahren, das normalerweise in DSL-Kabeln auftretende Störsignale bei relativ geringen Kosten eliminiert.

Die Telekom als Ex-Monopolist will sich die dominierende Marktstellung bei den Datennetzen bewahren und neue Kunden gewinnen. Der Konzern steckt daher viel Geld in seine bundesweite „Breitband-Offensive“: Bis Ende 2015 sollen zwölf Milliarden Euro in die Netzinfrastruktur investiert werden. Der Branchenverband Breko hat die Regeln der Bundesnetzagentur für den weiteren Ausbau des Internets unlängst kritisiert und befürchtet eine Bevorzugung der Telekom.

Doch deren Engagement dürfte bei Stadtkämmerern und Bürgermeistern für Entzücken sorgen, weil den Gemeinden keine Kosten für den Ausbau des Glasfasernetzes entstehen sollen. In Oberursel werde das Investitionsvolumen des Konzerns grob überschlagen einen einstelligen Millionenbetrag ausmachen, schätzt Telekom-Regionalmanager Volker Heieck. Endgültig lasse sich das aber erst nach Abschluss der Arbeiten sagen.

Oberursels Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) freut sich aber schon jetzt über eine „wirkliche Aufwertung“ des Standortes, von der Bürger und die lokale Wirtschaft profitieren könnten. Die Bauarbeiten sollen im Frühling 2014 beginnen und im November desselben Jahres abgeschlossen werden.

Wenn die Bautrupps dann die aufgerissenen Bürgersteige wieder gepflastert haben, werden den Passanten dann nur noch graue Kästen am Straßenrand verraten, dass das Breitband-Zeitalter in Oberursel angebrochen ist – insgesamt mehr als 60 der gut zwei Meter breiten Schaltverteiler sollen im Stadtgebiet neu errichtet werden.

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