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Baby-Tipps im „Café Frühe Hilfen“

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Jedes Baby verändert den Alltag einer jungen Familie. dpa
Jedes Baby verändert den Alltag einer jungen Familie. dpa © picture alliance/dpa

Stadt plant Anlaufstelle für junge Eltern mit Unterstützungs- und Beratungsangeboten

Oberursel - Das Baby ist da, und die neuen Eltern haben plötzlich viele Fragen. Künftig soll das „Café Frühe Hilfen“ im neuen Kulturcafé in der Strackgasse 6 einmal in der Woche Anlaufstelle für junge Familien sein. Dort soll es Still- und Ernährungsberatung geben, außerdem Babypflege- und Massagetipps, Beratung bei Ein- und Durchschlafstörungen und Tipps zu Hilfs-, Unterstützungs- und Kursangeboten sowie Hilfe beim Anträgestellen. Zudem können individuelle Beratungstermine vereinbart werden. Dieser Vorschlag der Verwaltung lag jetzt dem Sozial-, Bildungs- und Kulturausschuss vor.

Das neue Angebot soll in die Aufgaben der Elternberatung Oberursel hineinwachsen. Denn die beiden Stellen im Rathaus mit insgesamt 38 Fachkraftstunden werden nach Rentenbeginn der Mitarbeiterinnen nicht mehr besetzt. Eine ist bereits ausgeschieden, die andere wird im ersten Quartal 2023 gehen. Was im „Café Frühe Hilfen“ nicht geleistet werden kann, soll vom „Netzwerk Frühe Hilfen“ aufgefangen werden, das seit mehr als zehn Jahren in der Stadt aufgebaut wird und Familien schnell und unbürokratisch helfen kann. Dazu gehören der Familientreff Oberursel mit Säuglingspflege, Babymassage und Ernährungsberatung, Pro Familia bei Fragen zu Verhütung und Schwangerschaft, Frühe Hilfen Hochtaunus für die Hebammen-Suche und Schreibaby-Sprechstunde, der Verein Ganz Familienhilfe für die ambulante Hilfe bei Erkrankung oder Schwangerschaft sowie die Klinik Hohe Mark für die stationäre Behandlung psychisch kranker Mütter zusammen mit ihren Babys. Erweitert werden soll das „Café Babybauch“. Im Kinder- und Familienzentrum (Kifaz) Rosengärtchen gibt es dazu derzeit zwei Veranstaltungen pro Jahr. Angeboten werden dort Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse sowie Hilfe beim Einfinden in die neue Lebenssituation. Hinzu kommen Fragen zu Babyausstattung, Ernährung und der Kontakt zu anderen jungen Familien. Einige Veranstaltungen könnten künftig im Seniorentreff Mitte und in der Kita Schatzinsel stattfinden. Bei der Stadt Oberursel vorhandene Angebote sind zudem die Beratung zu Elterngeld und Elternzeit des Allgemeinen sozialen Dienstes, die Beratung bei häuslicher Gewalt durch die Gleichstellungsbeauftragte, die Hilfe bei der Betreuungsplatz-Suche durch die Fachstelle Kinderbetreuung „Little Bird“ sowie die Beratung zu Elternkompetenzen durch das Kinderbüro. Zu den frühen Hilfen gehören bereits jetzt der ehrenamtliche Begrüßungsbesuch bei Eltern von Neugeborenen mit Begrüßungsgeschenk, der Einsatz von Familienpaten, die zeitweise bei der Bewältigung des Alltags unterstützen können, die Hebammensprechstunde und der „Dorfspaziergang“ für junge Familien. Letzteres Angebot soll auf alle Stadtteile ausgeweitet werden. Für das „Café Frühe Hilfen“ werden pro Jahr rund 4000 Euro an Sachmitteln benötigt, hat die Stadt ausgerechnet. Für den Haushalt 2023 wurde dafür aber nichts beantragt. „Die ,Frühen Hilfen‘ werden von Anfang an von Sponsoren tatkräftig unterstützt, so dass die Kosten für das erste Jahr dadurch finanziert werden können“, so Erster Stadtrat Christof Fink (Grüne).

Das Café solle ein Projekt für ein Jahr sein. Nach einem halben Jahr solle evaluiert werden, wie es angenommen werde. Danach könne entschieden werden, ob es im Jahr 2024 weitergeführt werden solle. Entsprechende Gelder könnten dann im Etat 2024 bereitgestellt werden.

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