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Dicht an dicht stehen Autos auf einem Parkplatz im Taunus. dpa/Jan Eifert
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Dicht an dicht stehen Autos auf einem Parkplatz im Taunus. dpa/Jan Eifert

Oberursel

Ansturm auf den Feldberg

Viele Ausflügler zog es in den letzten Tagen in den Taunus. Sie verursachten ein Verkehrschaos auf Parkplätzen und Zufahrtsstraßen.

Auf den Zufahrtsstraßen zu den Höhenlagen im Taunus gab es auch am Dienstag ein Verkehrschaos. Auf zahlreichen der rund 100 Parkplätze im „Naturpark Hochtaunus“ herrschte wildes Rangieren. An der Saalburg standen überall, wo es ging, Autos; in den Waldstücken der Umgebung wurde eifrig gerodelt. Wahre Völkermassen wanderten die Straße hinauf zum Herzberg; das Areal um den Turm sowie so manchen Baumstumpf nutzten Spaziergänger zum Picknicken.

Weniger idyllisch ging es weiter westlich zu. Wegen hoher Schneelast auf den Ästen und umgestürzten Bäumen hatte die Straßenbehörde Hessen mobil am Dienstag und Mittwoch auf Anordnung der Kreisbehörde sämtliche Zufahrtsstraßen zum Großen Feldberg abgesperrt. Unpassierbar waren nicht nur – wie schon zuweilen an den Feiertagen – die L 3024 zwischen Sandplacken und Rotem Kreuz und die L 3276 zwischen Sandplacken und Oberreifenberg, sondern auch die L 3004 zwischen Oberursel und Sandplacken (Kanonenstraße). Die Sperrungen werden bis zum 4. Januar andauern. Auch der öffentliche Personennahverkehr wird nach einer Mitteilung des Hochtaunuskreises in diesem Gebiet eingestellt..

Somit kommen diese Woche zwei Ausnahmezustände zusammen: besonders viele Ausflügler im Naturpark und gesperrte Straßen schon vor der Höhe. Unzählige Autofahrer versuchten, durch Falkenstein doch noch in den Taunuswald zu kommen. Nichts ging am Mittwoch mehr in dem auf 500 Metern Höhe gelegenen Königsteiner Stadtteil.

Blechkolonnen schoben sich den Berg hinauf, verstopften die schmalen Straßen im Stadtteil. Die Ausflügler nutzten alles, was irgendwie nach Parkplatz aussah, um ihre Autos abzustellen – gerne auch Grundstücksausfahrten. Eine Anwohnerin meldete in den Sozialen Medien, sie habe aus ihrer Ausfahrt mehr als 20 Minuten bis zur B 455 gebraucht. Zeitgleich wälzte sich der Verkehr durch den Königsteiner Kreisel zunächst die B 8 in Richtung Feldberg-Region hinauf und später wieder hinunter.

Der Polizei Westhessen waren gestern Vormittag schon zahlreiche Verstöße gemeldet worden. Am Eselsheck sei sogar auf der B 8 geparkt worden, berichtete eine Sprecherin – die Wagenhalter hätten ein Knöllchen bekommen. Aus Falkenstein und Oberems hätten sich zahlreiche Anrufer über Wildparker beschwert; auch ein gefährliches Überholmanöver wurde aktenkundig. Der Stau auf der B 455 habe sich bis zur A 661 gezogen.

Ein Chaos mit Ansage, kommentiert Königsteins Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) die Verhältnisse in Falkenstein. Er habe schon vor Wochen bei den zuständigen übergeordneten Ordnungsbehörden auf das Problem hingewiesen und um ein konzertiertes Vorgehen nachgesucht. „Jedes Mal, wenn es um die Sperrung des Feldberg-Gebietes geht, sage ich, dass man Falkenstein mitdenken muss.“ Die Stadtpolizei könne dies nicht meistern.

Die Katastrophenschutzbehörde des Hochtaunuskreises bittet darum, von Spaziergängen, Wanderungen und sportlicher Betätigung im Feldberggebiet abzusehen. Die Sicherheit der Be-sucherinnen und Besucher könne aufgrund von Schneebruch, Eisschlag und umgestürzten Bäumen im Augenblick auch auf den ausgewiesenen Wegen nicht gewährleistet werden.

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