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„Charley’s Tante“ war eine der Inszenierungen von Andreas Walther-Schroth.

Kultur

Goldoni zum Jubiläum in Oberursel

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Das „Theater im Park“ feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Derweil reagiert die Stadt auf Kritik an Weihnachtsmarkt und Kerb.

Mit der vergangenen Spielzeit des Theaters im Park ist Udo Keidel-George hochzufrieden. „Supergut“ sei das Stück „Don Quichotte“ angekommen, freut sich der Geschäftsführer des Kultur- und Sportfördervereins Oberursel (KSfO). 4300 Besucher hatten sich die Inszenierung nach dem Romanklassiker von Cervantes im Park der Klinik Hohe Mark angesehen. 88 Prozent der Karten fanden einen Käufer – ein Top-Wert für ein Freilufttheater.

Das habe zum einen natürlich am guten Wetter des vergangenen Sommers gelegen, aber auch Regisseur Volker Zill habe bei seiner Premiere in Oberursel einen guten Job gemacht, lobt Keidel George. Dennoch wird Zill in diesem Jahr nicht erneut zum Zuge kommen. Grund ist das 25-jährige Bestehen des Theaters im Park.

Für die Jubiläumsspielzeit habe man wieder den langjährigen Regisseur Andreas Walther-Schroth verpflichtet, teilt der Vorsitzende des Theater-Ausschusses, Klaus-Peter Hieronymi mit. „Allen Ausschussmitgliedern war das ein Anliegen.“ Immerhin habe Walther Schroth das „Theater im Park“ mit insgesamt 14 Inszenierungen geprägt wie kein anderer. In den folgenden Spielzeiten sollen sich Zill und Walther Schroth dann jeweils abwechseln.

Zu sehen sein wird im Jubiläumssommer 2019 das Stück „Der Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni. Das Ensemble, das aus ambitionierten Amateurschauspielern besteht, habe der Regisseur bereits beisammen. Demnächst werden die Proben beginnen, kündigte Udo Keidel-George an. Premiere ist am 10.Juli.

Während die Verantwortlichen mit der Entwicklung des Theaters im Park zufrieden sind, hatten Veränderungen bei Taunuskerb und Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr für Unmut in der Bevölkerung gesorgt. Deshalb werde man das Angebot dieses Jahr wieder ausweiten, kündigte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) an. Möglich wird das, weil die Politik die vor zwei Jahren beschlossene Kürzung des Kulturetats um 20 000 Euro wieder rückgängig gemacht hat.

Taunuskerb attraktiver machen

So soll es während der Taunuskerb vom 18. bis 22. Oktober in der Altstadt wieder den gewohnten Kerbeplatz geben. Darüber hinaus arbeite die Stadtverwaltung zusammen mit dem neu gegründeten Brauchtumsverein an einem Konzept, das die Taunuskerb attraktiver machen soll.

Auch der Weihnachtsmarkt in der Innenstadt wird sich ein wenig anders präsentieren als üblich. „Der Marktplatz wird aber wieder einbezogen“, betont der Bürgermeister. Vorgesehen ist ein großer Mittelaltermarkt, außerdem werden am Vortaunusmuseum Weihnachtsstände aufgebaut.

Der Epinay-Platz, im vergangenen Jahr erstmals Teil des Marktes, soll vor allem Familien anlocken. Hier werde die Dampfeisenbahn ihre Runden drehen und es werde viele Mitmachangebote für Kinder geben, kündigt Jill Steinhäuser an, die sich im Rathaus um die Planung des Weihnachtsmarktes kümmert. Der Markt in der Innenstadt ist am ersten Adventswochenende, an den folgenden Wochenenden sind weitere Weihnachtsmärkte in den Stadtteilen.

Erste Großveranstaltung im neuen Jahr ist wie gewohnt der Taunus-Karnevalsumzug am Fastnachtssonntag, 3. März. Rekordverdächtige 190 Zugnummern werden sich um 14.11 Uhr auf den Weg machen. Die Veranstalter erwarten dazu wieder mehrere Zehntausend Besucher aus der gesamten Rhein-Main-Region. Oberursel gilt als Fastnachtshochburg im Taunus.

Der Vorverkauf für „Der Diener zweier Herren“ läuft bereits. Karten sind zum Preis von 20 Euro plus Gebühren an den üblichen Vorverkaufsstellen und über Frankfurt Ticket zu bekommen. An der Abendkasse wird der Eintritt 25 Euro kosten. Premiere ist am Mittwoch, 10. Juli. Weitere Aufführungen gibt es bis 17. August immer freitags und samstags um 20 Uhr.

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