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Neues Standbein für Orchester

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Von: Fabian Böker

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Das Jugend-Sinfonie-Orchester Hochtaunus startet eine Crowdfunding-Aktion. Mit dem Geld sollen die besten Musiker des Ensembles die Möglichkeit bekommen, mit Profis zu musizieren.

Das Jugend-Sinfonie-Orchester Hochtaunus startet eine Crowdfunding-Aktion. Mit dem Geld sollen die besten Musiker des Ensembles die Möglichkeit bekommen, mit Profis zu musizieren.

Neue Wege in Sachen Finanzierung geht das Jugend-Sinfonie-Orchester Hochtaunus (JSO): Das Zauberwort heißt Crowdfunding. Dabei setzt das Orchester auf Spenden, mit deren Hilfe den besten Musikern des Ensembles die Möglichkeit geboten werden soll, mit Profis zu musizieren und anspruchsvolle Konzertprogramme zu erarbeiten.

Das Projekt nennt sich Orchesterakademie, soll als weiteres Standbein des JSO fungieren und holt dabei unter anderem das hr-Sinfonieorchester und das Frankfurter Opernorchester mit ins Boot. Besonders begabte Nachwuchsmusiker aus dem JSO erhalten dadurch eine besondere Förderung, die dem Leiter des Orchesters, Lars Keitel, sehr am Herzen liegt.

Ein weiterer Vorteil des Projektes sind die zusätzlichen Konzerte, die sich ergeben, so dass das Orchester verstärkt in der Öffentlichkeit präsent ist. Einen Testlauf gab es bereits: Im Rahmen des diesjährigen Poesie- und Literaturfestivals in Bad Homburg konnte das Jugend-Sinfonie-Orchester gemeinsam mit dem Schauspieler Sebastian Koch das Publikum begeistern und Erfahrungen sammeln.

Alternative Finanzierung

Unter Crowdfunding versteht man eine Alternative zu klassischen Finanzierungsmodellen. Auf einer Internetseite stellt sich das Orchester mit seinem Projekt vor, mittels eines kurzen Films, eines Hörspiels, einiger Fotos und erläuternden Texten. Wer das Projekt dann für unterstützenswert hält, kann spenden. Die Höhe kann dabei selbst gewählt werden. Als Anreiz bietet das Orchester jedoch diverse Dankeschön-Angebote. Wer beispielsweise fünf Euro spendet, wird angerufen und bekommt von Orchester-Leiter Keitel einen Witz erzählt. Wer 50 Euro spendet, erhält die Gelegenheit, eine Probe des Orchesters zu besuchen. Und wer richtig viel Geld in die Hand nimmt und 8000 Euro spendet, dem gibt das Orchester ein Konzert.

Noch bis zum 21. November läuft die Spendenphase. Aktuell sind bereits 669 Euro zusammengekommen. 30 000 Euro benötigt das Orchester, um das Projekt umsetzen zu können. Gelingt das nicht, erhalten die Spender ihr Geld zurück.

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