Bad Homburg

Neues Parkhaus für den Bahnhof

Gut 30 Jahre alt ist das Projekt, eine Tiefgarage unter dem Bahnhofsvorplatz zu bauen. Nun soll es endlich Wirklichkeit werden. Von Klaus Nissen

Von KLAUS NISSEN

Gut 30 Jahre alt ist das Projekt, eine Tiefgarage unter dem Bahnhofsvorplatz zu bauen. Nun wird es Zeit: Im Laufe dieses Jahres muss die Stadt den stark genutzten, 350 Autos fassenden Pendlerparkplatz südlich der Bahnhofsgleise räumen. Die Wagen der Bahn-Benutzer kann die Stadt vorübergehend eine Straße weiter südlich in der Nähe von Rheinmain-TV unterbringen.

Ab Ende 2011 sollen die Fahrzeuge Platz in einer Tiefgarage direkt vor dem Bahnhofseingang finden. Binnen sechs Monaten muss jetzt ein Bauplan her. Wie soll der mehrere Hektar große Bereich aussehen - und wie teuer wird es werden? Stadtplaner Jürgen Hölz gab jüngst vor dem Planungsausschuss nur vage Auskünfte.

Acht Millionen Euro Baukosten

Die Tiefgarage kann und muss 400 Autos aufnehmen. Hölz geht von einer Ebene aus. Die Baukosten schätzt er auf 20.000 Euro pro Stellplatz. Das wären acht Millionen Euro insgesamt. Hinzu kommen Gestaltungskosten für die große Bushaltestelle und den Eingangsbereich zum Bahnhof. Für den Ausschuss griff Hölz tief in den Archivschrank der Stadtverwaltung. Der älteste Tiefgaragen-Plan stammt aus dem Jahr 1978 und ist noch per Hand gezeichnet. Er sieht eine Einfahrtrampe auf Höhe des Marienbader Platzes vor. "Das wäre auch jetzt noch machbar", sagte Hölz. Ein späterer Plan legt die Einfahrt ungefähr dort hin, wo heute die Autos von der Baseler Straße auf den Post-Parkplatz einbiegen.

Über dem Parkdeck sollen wie bisher die Stadtbusse halten. Allerdings nicht mehr an schmalen Inseln. "Die sind für Behinderte eine Katastrophe." Machbar wären zwei große Pavillons, an denen die Busse vorfahren. Direkt vor dem Bahnhof, wo jetzt schiefe Waschbetonplatten liegen, sehen die alten Pläne zwei flankierende Baumfelder vor. In der Mitte könnte ein Brunnen plätschern.

"Warum sind wir noch in der Konjunktiv-Planung?", fragte die BLB-Stadtverordnete Beate Fleige argwöhnisch. Die Uralt-Pläne kenne sie schon: "Ich war vor 20 Jahren in der Arbeitsgruppe dabei." Die Stadt sei erst seit Ende 2007 Besitzerin des Geländes, entgegnete Hölz. Ab jetzt mache es Sinn, konkrete Pläne zu entwickeln.

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