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Neuer Pfarrer für Heilig-Geist

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Von: Meike Kolodziejczyk

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Joachim Schauss ist neuer Pfarrer der Heilig-Geist-Gemeinde.
Joachim Schauss ist neuer Pfarrer der Heilig-Geist-Gemeinde. © Privat

Joachim Schauß ist der neue Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Heilig-Geist im Oberurseler Norden. Von Meike Kolodziejczyk

Der Glaube an Gott habe ihn stets begleitet, sagt Joachim Schauß, "durch Höhen und Tiefen". Und durch die halbe Welt. Der 36-Jährige ist viel herumgekommen, ging in den USA zur Schule, hat in Jerusalem und Belgien studiert und gearbeitet, in New York ein Praktikum bei der UNO gemacht. Nun ist der gebürtige Oberhesse in Oberursel gelandet, als neuer Seelsorger der evangelischen Heilig-Geist-Kirchengemeinde. Schon seit Mai ist er als solcher tätig, teilt sich eine Stelle mit Pfarrerin Cornelia Synek. Doch erst am Sonntag wird er von Probst Sigurd Rink in der Ordination gesegnet und offiziell in sein Amt eingeführt.

"Mit geistlicher Gelassenheit" schaue er diesem Ereignis entgegen, genau wie seiner künftigen Arbeit im Norden Oberursels, auf die er sich sehr freue. Vor allem in der kirchlichen Stadtteilarbeit möchte er sich weiter engagieren, möchte die Angebote des Kirchenladens "Treffpunkt Aktiv im Norden" weiter ausbauen. Ansonsten natürlich das übliche Programm: Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen. "Menschen in allen Lebenslagen zu begleiten", das sei es, was ihm besonders viel Spaß mache an seinem Beruf, der für ihn mehr Berufung ist. Den Glaube an Gott habe er von seinen Eltern - der Vater selbst Pfarrer, die Mutter Lehrerin - quasi in die Wiege gelegt bekommen.

Dem Bibelkreis zu Schulzeiten in Dillenburg folgte ein Theologie-Studium in Wuppertal und Heidelberg. Seit seinem Jahr in Jerusalem ist Schauß der Dialog der Religionen und die Zusammenarbeit der christlichen Kirchen ein besonderes Anliegen. Doch auch in weltlichen Fragen ist der junge Pfarrer fit: In Belgien hat er Europawissenschaften studiert, war zwei Jahre Direktor des Wirtschafts- und Sozialrats von Ostbelgien und hat zudem in die Unternehmensberatung "reingeschnuppert". Vikar in Wiesbaden und Referent im Brüsseler Büro der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) waren weitere Stationen auf seinem Weg ins Pfarramt - neben dem er überdies Geschäftsführer der Kooperation der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und von Kurhessen-Waldeck ist.

Dass Religion und Kirche gerade für junge Menschen heute mehr und mehr an Bedeutung verlieren, kann der 36-Jährige nicht bestätigen. "In Gesprächen ist immer ein großes Interesse da." Allerdings: "Manche finden meinen Lebensweg auch sehr exotisch."

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