1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Hochtaunus

Neuer Chef für die Urologie

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Jon Jones
Jon Jones © Michael Schick

Mit Jon Jones setzt die Hochtaunus-Klinik ihren Verjüngungskurs fort. Er übernimmt die die Leitung der Klinik für Urologie.

Von Anton J. Seib

Die Verjüngung des Chefärzteteams an den Hochtaunus-Kliniken geht weiter. Am 1. August übernimmt der Privatdozent Jon Jones (42) die Leitung der Klinik für Urologie. Er ist Nachfolger von Wilhelm Heckl, der in Ruhestand geht. Jones ist derzeit noch Oberarzt an der Urologie der Uni-klinik Mainz, eine der führenden Häuser in dieser Disziplin in Europa. "Wir haben einen jungen und engagierten Chefarzt gefunden, der die Urologie zu einem wichtigen Zentrum des Fachgebiets in der Region machen kann", begründet Klinik-Geschäftsführerin Julia Hefty die Verpflichtung des 42-Jährigen.

Der gebürtige Rumäne Jones, der mit sieben Jahren nach Deutschland kam und in Frankfurt aufwuchs, setzte sich gegen 30 Mitbewerber durch. Aufgrund der Qualifikation habe der Aufsichtsrat sich eindeutig für den "anerkannten Mediziner" entschieden. Jones soll dazu beitragen, den Modernisierungskurs fortzusetzen und das Leistungsspektrum der Klinik zu erweitern. Das gilt vor allem für minimalinvasive Eingriffe, die längere stationäre Aufenthalte überflüssig machen.

Einen Schwerpunkt legt Jones auf die Behandlung urologischer Krebsleiden und neue Behandlungsmethoden bei großen Blasentumoren. Sein Ziel ist es ferner, auch in Bad Homburg seine Lehrtätigkeit fortzusetzen. Jones: "Ich möchte junge Studenten für das Fach begeistern und langfristig an die Klinik binden." Vor allem die guten Perspektiven an den Hochtaunus-Kliniken haben den neuen Chefarzt überzeugt. Dazu gehöre auch der Neubau der Klinik. Er habe sich in den vergangenen Monaten von den Leistungen der Klinik überzeugen können. "Ich glaube, das Unternehmen steuert in die richtige Richtung", sagt er.

Neuer Endoskopieturm

Die Verpflichtung des neuen Chefarztes, es ist der siebte in den vergangenen eineinhalb Jahren an den beiden Standorten Bad Homburg und Usingen, zieht auch Investitionen in neue Apparate nach sich. So soll demnächst ein sogenannter Endoskopieturm angeschafft werden, der gemeinsam von Urologie und Gynäkologie genutzt werden kann. Weitere Investitionen seien vorgesehen, es sei aber noch nichts spruchreif, sagt Geschäftsführerin Hefty. Die Verjüngung des Chefärzteteams wird 2011 beendet werden, wenn der jetzige Leiter der Gastroenterologie, Professor Gerhard Rohr, in Ruhestand geht. Erst vor kurzem war mit Dominik Denschlag der neue Leiter der Frauenklinik vorgestellt worden.

Jon Jones studierte nach dem Abitur in Frankfurt Medizin, nach der Promotion folgten Stationen in verschiedenen Krankenhäusern in Frankfurt und Mainz. Bei einem mehrjährigen Aufenthalt an der Harvard Medical School in Boston/USA legte er den Grundstein für seine Habilitation zum Thema Nierenkarzinom. Seit 2007 ist Jones Oberarzt der Urologie an der Uniklinik Mainz und dort unter anderem in der Nierentransplantation tätig.

Auch interessant

Kommentare