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Neue Wege zum Bahnhof

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Von: Miriam Keilbach

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Rund um den Bahnhof sollen neue Straßen entstehen. Anstelle des Parkplatzes soll ein Parkdeck errichtet werden.
Rund um den Bahnhof sollen neue Straßen entstehen. Anstelle des Parkplatzes soll ein Parkdeck errichtet werden. © Monika Müller

Die Nassauer Straße in Oberursel soll an der Weingärtenumgehung angeschlossen werden. Ziel ist es, den Verkehr in der Innenstadt zu beruhigen. Zwischen Nassauer Stra0e und S-Bahn-Gleisen soll zudem ein neues Baugebiet erschlossen werden.

Das Verkehrskonzept Bahnhof solle die Basis für die Entwicklung in der Innenstadt sein, sagt Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD). Das Ziel sei, den Verkehr zu beruhigen. Dabei will man offen für neue Ideen sein. „Durch eine vernünftige Lösung wollen wir den Verkehr aus den südlichen Stadtteilen schneller in die Innenstadt bringen und im Bahnhofsbereich neue Entwicklungen anstoßen“, sagt Brum.

Von der Nassauer Straße aus Bad Homburg kommend, soll etwa auf Höhe einer Autovermietung eine neue Straße links abgehen. Die Stadtverordnetenversammlung hat bereits beschlossen, das rund 2000 Quadratmeter große Grundstück zu kaufen. Die geplante Straße soll eine ebenfalls neue Straße parallel zu den S-Bahn-Gleisen erschließen. Die Zeppelinstraße werde bis zur S-Bahn-Parallele verlängert, so dass eine Ringstraße entsteht. So soll ein neues Gebiet zwischen Nassauer Straße und S-Bahn-Gleisen erschlossen werden. Die Stadt hat dafür Flächen erworben. Dort könnten Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen entstehen.

Mehr Platz für Fußgänger

Die Kreuzung Nassauer/Zeppelinstraße soll zu einem Kreisel werden. Vor der Ringstraße könnte eine Ampel den Verkehr regeln. „Wir wollen eine Entlastung der Nassauer Straße erreichen“, erläutert Brum. Zwischen dem neuen Kreisel und der Berliner Straße soll die Nassauer Straße Richtung Platz des 17. Juni um etwa zweieinhalb Meter verbreitert werden, um Platz für einen breiteren Gehweg und einen Fahrradweg zu schaffen.

Anstelle des Park-und-Ride-Parkplatzes soll es ein Parkdeck geben, das von zwei Seiten angefahren werden kann: von der derzeitigen Zufahrt zum Parkplatz und von der neuen Ringstraße aus. „Wir diskutieren, ob wir zwischen dem Wendehammer und der Ringstraße eine Verbindung nur für Fußgänger und Radfahrer schaffen, oder ob dort auch Autos durchfahren dürfen“, sagt Stadtplaner Arnold Richter.

Westlich des Bahnhofs soll die Nassauer Straße mit der Weingärtenumgehung verbunden werden. Dafür wird eine rund 200 Meter lange Straße gebaut, die an die Kurve der Weingärtenstraße/Gablonzer Straße anschließt. Ob dafür U-Bahn-Gleise verlegt werden müssen, ist noch unklar. Die Stadt prüft, welche Lärmschutzmaßnahmen nötig wären.

Die Barrieren auf der Nassauer Straße, wie der Kreisel oder Ampeln, würden abschrecken und nicht zu mehr Verkehr führen, sagt Brum. Möglich sei auch, einen „verkehrsfreien Raum“ zu schaffen. Sollten am Ärztehaus neue Bushaltestellen entstehen, könnte der Autoverkehr für diese Zeit gestoppt werden, sodass Fußgänger vom Bus direkt zum S-Bahnhof gehen können. Langfristig sollen die Bushaltestellen aber nicht vor dem Ärztehaus bleiben. Brum denkt an einen „Rendezvous-Bahnhof“, an dem alle Stadtlinien halten. Der könnte am heutigen Platz des 17. Juli oder am heutigen Taxistand entstehen.

Diskutiert wird noch, wie künftig der S-Bahn-Übergang an der Frankfurter Landstraße geregelt wird. Ob er bleibt wie er ist, ob eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer entstehen soll oder ob der Bahnübergang für Autos geschlossen wird.

Pläne für einen Tunnel parallel zur Nassauer Straße lehnten die Stadtverordneten bereits ab. Die Baukosten in Höhe von rund 40 Millionen Euro sind zu hoch.

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