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70 neue Kita-Plätze auf einem Waldstück

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Der Bauausschuss fordert eine Alternativfläche für die geplante Kindertagesstätte in der Neuhausstraße. Hintergrund ist der Baumbestand auf dem vorgesehenen Areal.

Der Verein zur Förderung der Integration Behinderter Taunus (VzF) plant eine neue Kindertagesstätte im Oberurseler Norden. Auf der Fläche des Siedlungsförderungsvereins in der Neuhausstraße soll eine Tageseinrichtung für zwei Kindergarten- und zwei Krippengruppen entstehen. Insgesamt würde so Platz für 70 Kinder geschaffen.

„Es werden an den Baugebieten entlang der Hohemarkstraße rund 300 neue Wohnungen entstehen, da wächst auch die Nachfrage nach der Kinderbetreuung“, sagt der Erste Stadtrat Christof Fink (Grüne). Derzeit befinden sich auf der rund 4900 Quadratmeter großen Fläche ein Waldspielplatz und Bäume. „Die Fläche ist wegen des Baumbestandes nicht ganz einfach, sie ist aber im Flächennutzungsplan als Wohnbaufläche ausgewiesen“, sagt Stadtplaner Arnold Richter.

Das ruft aber auch Kritiker auf den Plan: „Wir haben den Auftrag vom Bauausschuss bekommen, nach Alternativflächen zu suchen“, sagt Fink. „Es laufen faunistische Untersuchungen, damit wir keine Zeit verlieren, wenn man sich doch für die Fläche ausspricht.“ Die Überlegung ginge dahin, den Kindergarten so anzuordnen, dass möglichst wenige Bäume fallen und der Spielplatz so verlegt wird, dass er auch weiterhin als Kleinkindspielplatz nutzbar sei, zum Teil öffentlich, zum Teil der Kita zugeordnet.

Der Bau durch den VzF habe für die Stadt Vorteile, betonte Fink. „Aufgrund des integrativen Ansatzes bekommt der Verein Fördermittel, die wir als Stadt nicht bekommen würden.“ Außerdem könne der Verein Synergieeffekte nutzen, etwa weil im nahe gelegenen Camp King bereits eine Großraumküche besteht. (msk.)

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