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Neue Gebühren fürs Abwasser

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Rückwirkend ab 2009 gilt die gesplittete Abwassergebühr in Friedrichsdorf. Das empfiehlt der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig dem Parlament.

Wenn die Stadtverordneten den Beschluss am Donnerstagabend im Rathaus bestätigt, erhalten die Grundbesitzer am 15. Januar die Gebührenbescheide. Neu ist, dass neben dem Frischwasserverbrauch auch die Größe der versiegelten Grundstücksflächen in die Gebührenkalkulation einfließt. Grundbesitzer zahlen künftig 56 Cent für jeden Quadratmeter Dachfläche, Beton- oder Asphaltboden, von dem Regenwasser in den Kanal fließt. Das Ausmaß der Grundstücks-Versiegelung hat die Stadt per Luftbild feststellen lassen.

Die gesplittete Gebühr wirkt sich sehr unterschiedlich aus, sagte Bürgermeister Horst Burghardt. Beispiel: Für ein Einfamilien-Haus mit 127 Quadratmetern versiegelter Fläche verteuere sich die Kanalgebühr zusätzlich um knapp zwei auf 352 Euro. Viel teurer werde die Kanalisation für eine Firma mit 3351 Quadratmetern versiegelter Fläche: Sie müsse fortan 15594 statt bisher 9248 Euro bezahlen.

Die Stadt Friedrichsdorf hatte sich lange vor Gericht gegen die Einführung gesplitteter Abwassergebühren gewehrt. Im Herbst 2009 unterlag sie schließlich vor dem Verwaltungsgerichtshof. Für 550000 Euro musste sie Luftbilder anfertigen lassen, um den Versiegelungsgrad der Stadt festzustellen. Die Kosten werden auf alle Grundeigentümer umgelegt.

Die Schmutzwassergebühr für 2011 wird auf 2,27 Euro je Kubikmeter festgesetzt. In Bad Homburg wird 1,69 pro Kubikmeter plus 64 Cent je versiegelten Quadratmeter berechnet. In Oberursel gelten 1,95 plus 41 Cent. Noch keine gesplitteten Kanalgebühren gibt es in Glashütten, Grävenwiesbach, Steinbach und Weilrod. Im Kreis-Durchschnitt sind für versiegelte Flächen und Schmutzwasser 2,76 Euro zu zahlen – also weniger als die herkömmliche Schmutzwasser-Gebühr von 3,72 Euro je Kubikmeter.( nes)

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