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Neue Blicke auf Kunst im Freien

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Von: Andrea Herzig

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Schon als Ensemble allein ein Kunstwerk: Villa Wertheimber und  der Gustavsgarten.
Schon als Ensemble allein ein Kunstwerk: Villa Wertheimber und der Gustavsgarten. © Michael Schick

Blickachsen-Kurator Christian will Skulpturen in den Gustavsgarten stellen. Inspiriert sieht sich Scheffel vom berühmten Yorkshire Sculpture Park, der bei den Blickachsen 2007 mit Scheffel kooperierte.

Die Zeit zwischen zwei „Blickachsen“-Austellungen ist lang. Sie zu überbrücken, könnte bereits am September für Freunde der Open-Air-Kunst einfacher sein. Im kommenden Monat bereits plant Blickachsen-Kurator Christian Scheffel einige Skulpturen in einem anderen Bad Homburger Park aufzustellen als dem Schlosspark oder dem Kurpark.

Im Gustavsgarten rund um die von der Stadt renovierte Villa Wertheimber sollen fünf Plastiken der britischen Künstlerin Laura Ford Platz finden. Die jeweils drei Meter hohen Skulpturen waren zusammen mit einem sechsten Objekt bereits bei den Blickachsen 9 im Jahr 2013 zu sehen. Damals allerdings nicht in Bad Homburg, sondern am Campus Westend in Frankfurt.

Der Plan Scheffels, in Bad Homburg jenseits der Blickachsen Kunst im Freien zu zeigen ist alt. Inspiriert sieht sich Scheffel hierbei vom berühmten Yorkshire Sculpture Park, der bei den Blickachsen 2007 mit Scheffel kooperierte. Den Gustavsgarten hat der Galerist bereits seit vielen Jahren für seine Idee im Blick. Seitdem sich der Park im städtischen Besitz befindet, steuert Scheffel auf die Verwirklichung seiner Vorstellungen zu.

Vor der Sommerpause stimmte nun die Stadtverordnetenversammlung einem entsprechenden Konzept einstimmig zu. Kosten kommen auf die Stadt keine zu. Transport und Aufstellung der Kunstwerke übernimmt die Galerie. Die Werke werden nicht gekauft, sondern für einen bestimmten Zeitraum von Künstlern und Galerien zur Verfügung gestellt. Wie lange, das kann variieren von vielleicht einem halben Jahr bis zu Jahren, erklärt Scheffel.

Dem Galeristen ist es wichtig zu betonen, dass er den Park „nicht zustellen“ wolle. Behutsam und allmählich soll der Garten mit Kunst bestückt werden. Die fünf Bronzekatzen mit den Menschenkörpern zum Beispiel werden nicht gleich am Eingang des Parks zu stehen kommen. Trotz ihrer respektablen Größe von jeweils drei Metern Höhe sollen sie von den Besuchern „entdeckt werden“, wie es Scheffel formuliert. Wo genau die Werke platziert werden, steht noch nicht fest. Erst muss geklärt werden, wohin welche Arbeiten den Katzen in den Park folgen könnten.

Die Katzen hat Scheffel bei sich eingelagert, sie könnten also jederzeit in den Gustavsgarten einziehen. Eine weitere, ursprünglich für den Park vorgesehene Arbeit von David Nash wird nun vermutlich erst noch zu einer anderen Ausstellung gehen, sagt Scheffel. Er ist mit verschiedenen Künstlern für den Gustavsgarten im Gespräch, sei seien alle von der Idee eingenommen.

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