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Nachbarschaftshilfe seit 20 Jahren

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Von: Fabian Böker

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Der Verein „Interaktiv“ feiert sein 20-jähriges Bestehen. Der Verein organisiert zahlreiche Veranstaltungen und bietet eine Hilfe-Börse an.

Gerade im Alter fällt nicht immer alles leicht. Einkaufen, Gartenarbeit, der Weg zum Arzt. Wenn dann auch ein soziales Umfeld fehlt, wird es schwer. Schon vor 20 Jahren haben das Menschen in Oberursel erkannt – und einen Verein gegründet. Nun feiert „Interaktiv – Generationen füreinander“ Jubiläum.

Es sind im Wesentlichen zwei Standbeine, die die Aktivitäten des Vereins ausmachen. Das eine sind die zahlreichen Veranstaltungen, die er organisiert. Diese richten sich in erster Linie an Senioren und Menschen mit Behinderung und stellen oftmals „eine ersehnte Abwechslung zum Alltag dar“, wie es Jutta Ibert, Vorsitzende des Vereins, beschreibt.

Zu diesen festen Terminen im Kalender zählen Nähstuben in Altenheimen, Spielenachmittage in der Aumühlenresidenz, eine Singgruppe im Agnes-Geering-Heim oder die Erinnerungsarbeit mit Demenzkranken im Haus am Urselbach. Hinzu kommen Wanderungen an jedem ersten Dienstag im Monat, Spaziergänge, ein Literaturkreis, Nordic Walking, Grillfeste sowie Ausflüge und Exkursionen. All diese Aktivitäten, so Ibert, erfreuen sich großer Beliebtheit. „Die Teilnehmer sind einfach froh, mal wieder rauszukommen und unter Leuten zu sein.“

Die andere große Säule des Vereins ist die Hilfe-Börse. Wer Mitglied wird, kann angeben, in welchen Bereichen er anderen Menschen seine Hilfe anbieten möchte. Fahrdienste, Hausarbeit, Blume gießen, Gesellschaft leisten. Der Verein sucht dann Mitglieder, die im angebotenen Bereich Hilfe suchen und vermittelt diese.

Für jede Stunde Hilfe gibt es dann einen Zeittaler. Gerade etwas jüngere Mitglieder können auf diese Art und Weise einige Taler ansammeln, die sie später, wenn sie selbst Hilfe brauchen, nutzen können. Dann nämlich bekommen sie die benötigte Hilfe, pro Taler eine Stunde. Wer keine Taler hat, weil er beispielsweise erst im hohen Alter Mitglied wurde, kann für 1,50 Euro pro Stunden auch Hilfe bekommen. „Wir haben bisher immer eine Lösung gefunden“, sagt Jutta Ibert. Seit nunmehr 20 Jahren.

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