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Wo ist der Jäger? Zwei Mufflons im Winter.
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Wo ist der Jäger? Zwei Mufflons im Winter.

Hochtaunus

Mufflons auf der Abschussliste

Wie viele Wildschafe müssen in diesem Jahr sterben? Jäger und Umweltministerium liegen über die Abschuss-Quote der Taunus-Mufflons im Clinch.

Von Sabine Maurer

Was gibt es nicht alles für Muffel: Morgenmuffel, Büromuffel, Putzmuffel allesamt erkennbar an ihrem muffeligen Gesichtsausdruck. Und dann sind da noch die vierbeinigen Exemplare, die zumindest im Weiltal auch allen Grund zum muffeln haben. Denn die Behörden sollen angedroht haben, fast alle von ihnen schießen zu lassen. So behauptet es Jürgen Lose von der Rotwildjägervereinigung Taunus.

Die oberste Jagdbehörde beim Wiesbadener Umweltministerium weist dies allerdings weit von sich. Angedroht worden sei gar nichts, sagt Pressesprecher Christoph Zörb. So etwas sei lediglich denkbar, wenn es bis "zum Äußersten", also zu einem Gerichtstermin kommen sollte.

Anlass für den Muffel-Streit ist der Abschuss-Plan. Der legt fest, wie viele Wildschafe in welchem Gebiet geschossen werden dürfen: Lange Jahre galt die Zahl pro Revier. Diese Methode favorisieren die Jäger, Weil die Muffel aber viel unterwegs sind, legte die Jagdbehörde in 2008 die Gesamtzahl pro Gebiet fest: rund 20 der etwa 100 bis 200 Tiere in der Weiltal-Region. Die Rotwildjägervereinigung Taunus sträubte sich gegen diesen Plan und bekam von den Jagdbehörden erstaunliche Dinge zu hören. "Es hieß, nach Aktenlage gebe es hier überhaupt keine Muffel", sagt Lose. Daher solle es, so interpretiert er, fast allen Muffeln an den Kragen gehen. Die Vorfahren der heutigen Tiere wurden vor über 50 Jahren beim Forstamt in Neuweilnau ausgewildert. Ihre Nachkommen vermehren sich stark. Damit es nicht zu viele werden, stehen etliche Widder und Schafe ab dem 1. August mit der Eröffnung der Jagdsaison im Visier der Jäger.

"Wir haben uns letztes Jahr zähneknirschend auf den Gruppenabschussplan eingelassen", sagt Lose. Dieses Jahr stehe man wieder vor dem gleichen Problem. Das Umweltministerium verkündet dagegen, es sei längst eine Einigung gefunden worden. Ende Mai habe man sich unter anderem mit der Rotwildjägervereinigung Taunus auf die gewünschten Einzel-Abschusspläne für jedes der 26 Reviere geeinigt. Später im Jahr wenn die Treibjagden beginnen könne auch über Gruppenabschlusspläne gesprochen werden. Das erspare Verwaltungsarbeit, so der Pressesprecher Zörb.

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