Vortaunusmuseum

Mehr Platz für die Kelten

Beim Hessentag 2011 will die Stadt mit dem Keltenerbe für sich werben. Bis dahin soll der Keltenrundwanderweg durch das Heidetränk-Oppidum oberhalb der Hohemark aufgepeppt werden.

Beim Hessentag 2011 will die Stadt mit dem Keltenerbe für sich werben. Bis dahin soll der Keltenrundwanderweg durch das Heidetränk-Oppidum oberhalb der Hohemark aufgepeppt werden. Gleiches gilt für die Kelten-Ausstellung im Vortaunusmuseum am Marktplatz, die mehr Gewicht bekommen und völlig neu gestaltet werden soll. Die Investition ins Museum hat der Kulturausschuss nun einstimmig beschlossen. Auf Antrag der CDU/FDP-Koalition, einst Verfechter eines ganzen Keltendorfes am Stadtrand, wurde der Beschluss zum Keltenrundwanderweg vertagt.

"Der Wanderweg krankt an fehlenden optischen Reizen" und sei daher für die wichtige Zielgruppe Familien mit Kindern uninteressant, heißt es in der Magistratsvorlage. Außerdem sei er mit fünf Kilometern im bergigen Gelände zu lang. Eine verkürzte Route wird daher favorisiert, "erlebnis- und erfahrungsorientierte Elemente" sollen sie reizvoller machen. Statt 250 000 Euro sollen die Kosten nun auf 150 000 Euro gedeckelt werden. Gewünscht wird auch die Umgestaltung des Kreisels an der Hohemark zum Kelten-Kreisel.

Museumsleiterin Renate Messer drängte auf eine schnelle Entscheidung, um die neue Kelten-Schau bis zum Hessentag 2011 realisieren zu können. Dann soll das Museum das Bindeglied zwischen Rundwanderweg, temporärem Keltendorf und Altstadt sein. "Wir müssen jetzt planen und Fördergelder beantragen, sonst geht es nicht bis 2011." Die Kelten-Abteilung sei seit 1987 unverändert und entspreche nicht modernen didaktischen Anforderungen.

Bereits beschlossen ist auch der Bau einer Touristeninformationszentrale im Bereich der Hohemark in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Hochtaunus und dem Taunus Touristik Service. jüs

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