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Mehr Leben für den Marktplatz

  • Torsten Weigelt
    VonTorsten Weigelt
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Oberursel FDP fordert zusätzliche Kulturveranstaltungen / Bürgermeister will Café und Bänke / Schräge bleibt wohl

Wer über den Oberurseler Marktplatz läuft, begibt sich auf eine schiefe Ebene. Das sind keine optimalen Bedingungen für Passanten - und schon gar nicht für die Marktbeschicker oder die Organisatoren von Veranstaltungen wie dem Rheingauer Weinfest, das dort von Freitag bis Sonntag gefeiert wird.

Für die FDP-Stadtverordnete Eva Kuntsche ist denn auch die Schräge das Hauptproblem des Platzes. "Sie hat dem Platz viel an Attraktivität und Nutzbarkeit genommen." Gemeinsam mit der CDU hatte ihre Fraktion im vergangenen Jahr vom Magistrat ein Konzept für eine "teilweise Begradigung" des Marktplatzes verlangt.

Das sei auch weiterhin ein Thema, betont Kuntsche. Allerdings sieht sie inzwischen auch die Probleme. "Eine Begradigung würde den Bau von Stufen erfordern", sagt die FDP-Politikerin. "Und das ist wohl nicht möglich."

Deshalb wollen sich die Freidemokraten nun auf das Machbare konzentrieren. Und das heißt: Mehr Leben durch Kultur. So könnten sich Stadtbücherei, Vortaunusmuseum und Stadtarchiv - alle am Platz gelegen - zusammentun und gemeinsame Projekte auf die Beine stellen, schlägt Eva Kuntsche vor. Das könnten Open-Air-Lesungen oder -Ausstellungen sein. "Und es erfordert noch nicht einmal viel Geld."

Bei Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) rennt sie damit offene Türen ein. Auch aus seiner Sicht gehört mehr Leben auf den Marktplatz. So kann er sich in den warmen Monaten gut ein Café auf dem Platz vorstellen. Außerdem möchte er zusätzliche Bänke installieren lassen. Eine wichtige Rolle soll aus Brums Sicht ein Pavillon im Zentrum des Platzes spielen.

"Er könnte mehrere Funktionen übernehmen." Etwa als Bedienungsstation für das angedachte Café. "Und im Winter könnte das Museum dort Exponate ausstellen", schlägt der Rathauschef vor.

Die Stadtverwaltung arbeitet derzeit an einem Gesamtkonzept, das Brum den Stadtverordneten im September vorstellen will. Grundlage sind Vorschläge, die Studenten der TU Darmstadt in den vergangenen Monaten im Auftrag der Stadt entwickelt haben.

Radikale Ansätze

"Da gibt es recht radikale Ansätze", schildert Brum. So wollte ein Student den gesamten Platz terrassenförmig umgestalten. Das sei jedoch aus Kostengründen genauso wenig möglich wie eine volle Begradigung, betont Brum. Immerhin kann er sich vorstellen, "das Gefälle etwas auszugleichen".

Wichtiger sei es aber, den Verkehrslärm um den Platz herum einzudämmen. Denn das historische Kopfsteinpflaster sieht als Straßenbelag zwar schön aus. Wenn ein Auto darüberfährt, erzeugt das aber auch ziemlich laute Geräusche. "Entweder brauchen wir einen neuen Belag oder wir befestigen den jetzigen", so Brum. Als Alternative denkt auch er einmal radikal: "Eventuell müssen wir die Straße nachts schließen."

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