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Mehr Geld für Kultur

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Eine Stiftung finanziert Kulturveranstaltungen im Norden von Oberursel. Zum Start gibt's ein Rockfestival an der Heiliggeistkirche.

Die Erträge einer mit mehr als 100.000 Euro ausgestatteten Stiftung sollen nun das Kulturleben im Oberurseler Norden bereichern. Eine vermögende Frau aus der evangelischen Heiliggeist-Gemeinde hat vor Jahren den sechsstelligen Grundstock für die Stiftung "Aktiv im Norden von Oberursel" bereitgestellt, sagt Pfarrerin Cornelia Synek zur FR.

Etwa 45 weitere Stifter beteiligten sich bisher mit kleineren Geldbeträgen, ergänzt die stellvertretende Stiftungsvorsitzende Petra Grübmeyer. Aus den Zinsen stehen 9000 Euro für soziale und kulturelle Zwecke zur Verfügung.

Sicht- und hörbar wird dies am 20. August. Dann soll ein Rockfestival an der Heiliggeistkirche organisiert werden. Die lange Open-Air-Nacht dauert laut Pfarrerin Synek von 19.30 Uhr bis Mitternacht. Die Jugendlichen aus dem Bereich Camp King werden das Programm bestimmen.

Synek rechnet mit dem Auftritt von vier bis fünf Schülerbands. So ein Festival findet bereits zum sechsten Mal statt. Neu ist, dass es mit etwa 4000 von der Stiftung professioneller als bisher veranstaltet werden kann. Mit etwa 600 meist jungen Besuchern wird gerechnet. Das nächste geförderte Musik-Event beginnt am 30. Oktober um 19 Uhr in der Grundschule am Eichwäldchen. Dort wird für die Grundschüler und alle Interessierten aus dem Oberurseler Norden das Violinisten-Brüderpaar Tobias und Andreas Feldmann aufspielen. Zu hören sind Stücke aus der Zeit zwischen Mozart und Gershwin. Am Flügel begleitet sie der aus Los Angeles stammende Pianist David Andruss. Beim Oberurseler Konzert werden die Eltern der Grundschüler die Gäste bewirten.

Sowohl beim klassischen als auch beim Rockkonzert ist der Eintritt frei. "Wir hoffen, dass wir damit Freunde für die Stiftung finden", sagt Pfarrerin Synek. "Es ist wichtig, dass wir die Bürger zusammenführen. Dass die Nachbarschaft zur Heimat wird und nicht nur zur Wohnstätte. Man muss nicht nach Frankfurt fahren, um etwas zu erleben."

Die mit rund 1200 Mitgliedern größte Kirchengemeinde der Stadt fühle sich den Menschen im Norden Oberursels besonders verpflichtet. Im Rosengärtchen betreibt sie deshalb zum Beispiel einen Kirchenladen in einer früheren Pizzeria, in dem sich die Anwohner bei einem Kaffee zwanglos begegnen können. (nes)

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