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Mehr Fälle, mehr Kontrollen

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Von: Fabian Böker

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Bei der Kriminalitätsstatistik für 2013 lohnt ein zweiter Blick auf die Zahlen.

Mehr Fälle, eine höhere Häufigkeitszahl, weniger Aufklärung: Auf den ersten Blick wirkt die neue Kriminalitätsstatistik der Polizeidirektion Hochtaunus für das Jahr 2014 beunruhigend. Aber wenn auf eine Statistik zutrifft, dass die Werte immer in Relation gesehen und die Hintergründe betrachtet werden müssen, dann auf diese.

Das gilt sowohl für die allgemeinen Zahlen als auch für die in speziellen Bereichen. So ist beispielsweise die Zahl der Straftaten, bei denen aus polizeilicher Sicht eine Ermittlung abgeschlossen ist, von 10 612 im Jahr 2013 auf 11 853 im vergangenen Jahr angestiegen. Das entspricht einer Steigerung von 11,7 Prozent.

Damit, erklärt Kriminaloberrätin Julia Meyer, liege man im Prinzip aber im landesweiten Trend. In Hessen sind die Fallzahlen um 2,6 Prozent angestiegen, im benachbarten Main-Taunus-Kreis um 6,4 Prozent, im Bereich der Polizeipräsidiums Westhessen, das für den Hochtaunuskreis, die Landkreise Limburg-Weilburg, Main-Taunus und Rheingau-Taunus sowie die Stadt Wiesbaden zuständig ist, um 4,4 Prozent.

Ebenfalls gestiegen ist die Zahl der aufgeklärten Fälle (von 5952 auf 6575). Die Quote liegt allerdings um 0,6 Prozent unter dem Wert des Vorjahres.

Eine Steigerung ist auch zu erkennen bei der so genannten Häufigkeitszahl. Dabei wird die Anzahl der bekannt gewordenen Straftaten pro 100 000 Einwohner gezählt. Mit 5172 liegt dieser Wert im Jahr 2014 um 520 über dem des Vorjahres. „Das hängt mit dem vergleichsweise geringen Bevölkerungswachstum im Hochtaunuskreis zusammen“, so Julia Meyer.

Man befinde sich nun wieder in etwa auf dem Niveau der Jahre 2009 und 2010. Außerdem, ergänzt die Kriminaloberrätin, „liegen wir damit unter den Zahlen für Hessen (6566) und für das Polizeipräsidium Westhessen (5657).

Den höchsten Zuwachs verzeichnet der Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte. Auch bei den Diebstahlfällen und den Rauschgiftdelikten ist eine Zunahme erkennbar. Gab es 2013 noch 454 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, waren es 2014 622. Hinzu kommen vier Fälle von Beschaffungskriminalität im Zusammenhang mit Drogen.

Auch hier genügt es nicht, sich mit der bloßen Zahl zufrieden zu geben. Julia Meyer weiß, woher der Anstieg stammt: „Unsere Beamten haben einfach häufiger kontrolliert.“

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