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Mehr Arbeitslose

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Die Zahl der Arbeitslosen im Hochtaunuskreis ist von Dezember auf Januar um 436 Personen gestiegen.

Die Zahl der Arbeitslosen im Hochtaunuskreis ist von Dezember auf Januar um 436 auf jetzt 4792 Personen gestiegen. Vor einem Jahr gab es 517 Arbeitslose weniger, meldet die Agentur für Arbeit. Die Quote der Arbeitslosen auf der Basis aller Erwerbspersonen betrug im Januar 4,4 Prozent. In der Stadt Frankfurt liegt sie bei 8,1 Prozent, im Main-Taunus-Kreis bei fünf Prozent.

Zu den Ursachen sag Volker Erhard, Geschäftsführer der Arbeitsagentur: "Neben den frostigen Wetterverhältnissen der letzten Wochen macht sich auch das höhere Aufkommen an Kündigungen zum Quartalsende bemerkbar." Wer seinen Job verlor, finde nur noch schwer einen neuen. Der Arbeitsagentur wurden mit 169 rund 100 weniger freie Stellen gemeldet als im Dezember.

Im Hochtaunus ist die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften für das Hotel- und Gaststättengewerbe gering, so die Arbeitsagentur. Anstreicher, Lackierer, Autoschlosser und Gartenbauer finden zurzeit nur wenige neue Jobs. Viel besser sind dagegen die Aussichten für Erzieherinnen und medizinisches Fachpersonal. Im kaufmännischen Bereich lag der Eingang an Stellenmeldungen auf dem Niveau des Vorjahres.

Unter den 3792 Arbeitslosen im Hochtaunus beziehen laut Statistik 2380 reguläres Arbeitslosengeld, die anderen stecken im Hartz-IV-System. Im benachbarten Main-Taunus sind deutlich mehr als die Hälfte aller Arbeitslosen seit über einem Jahr ohne Beschäftigung. In Frankfurt gibt es etwa zweieinhalbmal so viele Langzeitarbeitslose wie Bezieher des regulären Arbeitslosengeldes.

Fast jeder Zweite über 50 Jahre

1179 Menschen aus dem Hochtaunus mussten sich im Januar arbeitslos melden. Nur 710 fanden Arbeit. Den größten Anteil unter den Arbeitslosen im Hochtaunus haben die 2288 über 50-Jährigen. Etwa jeder vierte Arbeitslose (1275 Personen) hat laut Statistik einen Migrationshintergrund. 276 Schwerbehinderte suchen Arbeit, finden aber keine. (nes)

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