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Martin Heubel steigt aus

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Jens Uhlig soll die CDU in den Kommunalwahlkampf führen. Derweil sagt der Stadtverordnetenvorsteher Martin Heubel leise servus.

Von Jürgen Streicher

Auf den Ehrenplatz 45 hat der Siebener-Ausschuss seinen Sprecher gesetzt. Martin Heubel, seit 1991 Abgeordneter im Stadtparlament und seit 2003 Stadtverordnetenvorsteher, wird sich aus der aktiven Kommunalpolitik zurückziehen. Der 75-jährige Christdemokrat möchte „noch ein paar Jahre ohne Termindruck“ mit seiner Frau verbringen. Die Zusammenstellung der Kandidatenliste für die Kommunalwahl 2011 unter seiner Federführung war wohl Heubels letzte große Aufgabe in Diensten seiner Partei.

Frontmann an der Listenspitze der CDU ist der 37-jährige Diplom-Kaufmann Jens Uhlig, der den Fraktionsvorsitz vor einem Jahr von Joachim Weiße übernommen hat. Er soll die Fraktion auch in der kommenden Wahlperiode führen. „Die CDU hält Kurs auf Qualität und Zukunft“, lautet das Motto, die Kernmannschaft bleibt nahezu unverändert. „Ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Struktur“, findet der Stadtverbandsvorsitzende Thorsten Schorr. Stadtbekannte Mitglieder des Selbstständigenverbands Fokus O. wie Landwirt Jörg Steden und Brauhaus-Wirt Thomas Studanski werden hervorgehoben.

Die Liste ist laut Satzung der CDU ein Vorschlag, entscheiden wird die Mitgliederversammlung am 9. Dezember in voraussichtlich nicht öffentlicher Sitzung. Dann werden auch die programmatischen Ziele genannt. Dem Siebener-Ausschuss gehören Vertreter aller Ortsteilverbände und von Oberursel-Mitte an, vom Vorstand wurden Jens Uhlig, Thorsten Schorr und Martin Heubel benannt.

Gehören dem „Siebener“ ausschließlich Männer an, präsentiert die CDU auf den ersten 23 Plätzen der Liste acht Frauen. Heubel nannte sie bei der Vorstellung gestern „gesellschaftlich aktive, tüchtige und bekannte Frauen“. Topgesetzte weibliche Kandidatin ist die 41-jährige sozialpolitische Sprecherin der Fraktion, Kerstin Giger, auf Platz 2. Mit dabei als Newcomerin auf Platz 23 auch Charmaine Weisenbach, zurzeit Werberin für Oberursel als weiblicher Part des Hessentag-Paares. Im Wahlkampf der CDU soll sie daher nicht in Erscheinung treten, um keine „Irritationen“ zu erzeugen, so die CDU.

Im Frühjahr 2006 erreichte die CDU 41,9 Prozent der Wählerstimmen und wurde mit 19 Sitzen stärkste Partei im Stadtparlament. Im ehrenamtlichen Magistrat verfügt sie über vier Sitze.

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