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St. Marien fehlen 200.000 Euro

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Von: Fabian Böker

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Nächstes Jahr läuten die Glocken in der sanierten Kirche.
Nächstes Jahr läuten die Glocken in der sanierten Kirche. © schick

Bei einer Führung gibt es Informationen zum letzten Schritt der Kirchen-Sanierung ab Herbst. St. Marien fehlen für die Arbeiten noch 200.000 Euro.

Es wird noch bis zum Herbst dauern, bevor in St. Marien mit dem letzten Schritt der Sanierung begonnen wird. Ein Jahr lang wird die Kirche dann im Innenbereich erneuert. Am Wochenende aber bot sich schon einmal die Gelegenheit, zu erfahren, was genau von Oktober an passieren wird. Bei einer Führung erklärten Pfarrer Werner Meuer und Ewald Lederer, Mitglied des Verwaltungsrates der Kirche und Bau-Beauftragter für alle bisherigen und kommenden Sanierungen, die anstehenden Arbeiten, sprachen über die damit verbunden Kosten und den aktuellen Stand der Finanzierung des Projekts. Und ganz nebenbei ging es auch noch in Räume, die gewöhnlich nicht zugänglich sind.

Geladen hatte der CDU-Ortsverband Innenstadt, rund 20 Mitglieder und Gäste waren gekommen.

Pfarrer Meuer und Bau-Beauftragter Lederer, der einst auch Vorsitzender der Verwaltungsrates war, nahmen sich über zwei Stunden Zeit. Lederer zeigte beispielhaft an einer Säule der seitlichen Kapelle, wie die Kirche nach der rund einjährigen Bauzeit aussehen soll. Dank einer Spende konnte kürzlich die originale Wandbemalung an einigen Stellen freigelegt werden.

In der Kapelle soll diese auch beibehalten werden. Für die restliche Kirche, so Lederer, „wäre das aber zu wagnisreich“. Bunte Bilder wären wohl nicht jedermanns Geschmack. Daher sollen die Wände mit der so genannten Quadermalerei bearbeitet werden. So entsteht der Effekt von aufgemalten Steinen. Der Grundton soll dezent gehalten werden. An der Säule vor der Kapelle können Besucher schon jetzt den Unterschied zwischen alt und neu sehen.

Von Oktober an wird die Kirche dann für etwa ein Jahr geschlossen. Derzeit suche man, so Werner Meuer, nach einem Einlagerungsort für die Kirchenbänke. Gottesdienste und Hochzeiten müssen in dieser Zeit verlegt werden. „Zum Advent 2017 ziehen wir wieder ein“, blickt der Pfarrer nach vorne.

Baukosten von rund einer Million Euro

Bis dahin werden Baukosten von rund einer Million Euro fällig. 340 000 Euro trägt das Bistum, 80 000 Euro kommen von der Denkmalpflege, den Rest muss die Pfarrei selbst auftreiben. „Gute 200 000 Euro fehlen noch“, sagt Ewald Lederer. Neben der Bemalung geht es unter anderem um eine Verlagerung des Beichtstuhls, um die Ausbesserung der Bänke, um einen neuen Standort der Mariengruppe, um die Konservierung des Hochaltars. Ende Mai folgt eine letzte große Spendenaktion.

Vielleicht führt Pfarrer Meuer dann noch einmal Besucher durch die Räume, zeigt ihnen den Turm, leitet sie zu den Glocken, lässt sie im Gewölbe herumspazieren und gönnt ihnen beim Abstieg einen Reichpostbitter, gelagert in einem ehemaligen Elektrokasten. Und sagt dazu die gleichen schönen Worte wie am Samstag: „Zum katholischen Leben gehört das Leben.“

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