Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Künstler Nikolai Karlychamow aus Lomonossow
+
Künstler Nikolai Karlychamow aus Lomonossow

Oberursel

Maasgrund wird Lomonossow-Park

Der untere Teil des Maasgrunds soll an die Freundschaft Oberursels mit der russischen Stadt Lomonossow erinnern. Die Russen revanchieren sich mit einem Oberursel-Park voller Märchenfiguren.

Von Jürgen Streicher

"Ober der Steingaß“ heißt der Gewann auf alten Gemarkungskarten. Zum „Lomonossow-Park“ wird die Auenlandschaft zwischen Oberhöchstadter Straße und alter Königsteiner Chaussee im Juni. Zu Ehren der deutsch-russischen Freundschaft und der Partnerschaft mit der St. Petersburger Vorstadt soll der untere Teil des Maasgrunds dann so benannt werden. Die Taufe soll in den Hessentag integriert werden, da dann viele Gäste aus Russland in Oberursel erwartet werden.

Wie du mir, so ich dir – das haben die Partnerkommunen bereits vergangenes Jahr bei einem Oberurseler Besuch in Russland beschlossen. Eine der Abfahrten des Autobahnrings um St. Petersburg führt über eine Einfallstraße in den südlichen Teil von Lomonossow. Riesige Wohnblocks, aber auch ein Kulturhaus, ein Ableger der technischen Universität und die Strawinsky-Musikschule befinden sich dort. Hier will der Munizipalrat in einem kleinen Märchenwald mit Holzfiguren ein Stück zum „Oberursel-Park“ umwidmen. Und ein Blumenbeet anlegen, in das mit Blüten die Namen der verschwisterten Städte sozusagen „natürlich eingraviert“ sind. „Sehr schön“, befand Bürgermeister Brum beim Ortstermin in Lomonossow und erklärte sich im Namen der Freundschaft damit einverstanden.

Mit seinem Vorschlag, den Homm-Kreisel zum Lomonossow-Kreisel zu machen, waren Brum und der Magistrat 2006 am Widerstand des Parlaments gescheitert. Nun war die Entscheidung im Bauausschuss einstimmig, die Zustimmung des Parlaments am 3. Februar ist nur Formsache. In Russland soll das kleine Parkstück im September getauft werden, wenn Lomonossow mit Oberurseler Besuchern seine 300-Jahr-Feier zelebriert.

Erste russische Spuren darf der Bildhauer Nikolai Karlychanow im Lomonossow-Park setzen. Seine Skulptur „Moonlight“ aus weißem Marmor soll dort den Anfang eines „Skulpturenpfads“ markieren. Karlychanow hatte seine gespaltene Mondfrau beim ersten Bildhauer-Symposium 2009 geschaffen, zurzeit steht sie zwischen Bäumen im benachbarten Rushmoor-Park am Weiher hinter der Christuskirche.

Der Stadtpark Maasgrund soll zentrale Grünachse der Stadt werden, Ziel ist eine durchgängige Verbindung im stadtnahen Grün vom Bahnhof bis zum Schulwald mit Häschenschule im oberen Maasgrund. Im zukünftigen Lomonossow-Park wurde bereits ein 300 Meter langer geschwungener Weg angelegt, der „von den Menschen sehr gut angenommen wird“, wie Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) zu berichten weiß. Für den Hessentag soll dort die Erlebnismeile „Natur auf der Spur“ mit Kunst, Bänken in Sitzgruppen und Spielbereichen angelegt werden. Gepflanzt wurden hochstämmige Apfelbäume, die Kosten dafür haben Baumpaten übernommen.

Nächster Teilabschnitt im Gesamtprojekt Stadtpark Maasgrund ist die Neugestaltung des Spielplatzes am oberen Weiher.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare