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Die Ortsmitte von Köppern mit der Dorflinde im Zentrum.
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Die Ortsmitte von Köppern mit der Dorflinde im Zentrum.

Friedrichsdorf

Lindenplatz wird zum Dorftreff

Die Ortsmitte im Friedrichsdorfer Stadtteil Köppern soll schöner und belebter werden. Geplant ist unter anderem ein neuer Rewe-Markt. Von Anton J. Seib

Von Anton J. Seib

Auf diesen Moment haben die Köpperner lange gewartet. Am heutigen Montag setzen sich die ersten Baumaschinen in Bewegung und beginnen, die Köpperner Ortsmitte neu zu gestalten. Dabei geht es nicht nur um eine architektonische Aufwertung. Das vielbefahrene Zentrum soll auch verkehrsberuhigt werden. In die Umgestaltung investiert die Stadt rund eine Million Euro.

Im Mittelpunkt steht die Umgestaltung des Lindenplatzes an der evangelischen Kirche, der über die Jahre lediglich als Bushaltestelle diente und ab und an von ungeduldigen Autofahrern bei roter Fußgängerampel als Abkürzung genutzt wurde.

Aber als pulsierende dörfliche Mitte, als Platz für abendliche Plauschrunden oder Dorffeste wurde die öde Asphaltfläche nie genutzt. Das soll sich ändern. Dafür wird die große Linde gefällt und durch eine kleinere ersetzt. Sie erhält einen wesentlich kleineren Pflanzring, dadurch wird Fläche gewonnen. Außerdem wird der Platz weitgehend eingeebnet.

"Die Linde soll wieder DorfTreffpunkt werden", hofft Karin Ziehm vom Verein Lebendiges Köppern. Sie hat wesentlich an den Planungen mitgearbeitet, wie auch die Agendagruppen und der Ortsbeirat, und ist "weitgehend zufrieden" mit dem Erreichten. Ziehms Vision: Irgendwann wird die vorbeiführende Durchgangsstraße gesperrt und auf dem so erweiterten Lindenplatz wird ein Dorffest gefeiert.

Das kann sich auch Baustadtrat Norbert Fischer (CDU) vorstellen, der sich nach der Umgestaltung deutlich weniger Durchgangsverkehr durch Köppern wünscht. Die Voraussetzung ist gegeben durch den Bau der Umgehungsstraße, deren Lückenschluss zwischen Seulberg und Köppern derzeit in Angriff genommen wird. Zumindest langsamer müssen die Autos fahren, denn auf der Durchfahrt gilt künftig Tempo 30.

Der Bauabschnitt, der zuerst in Angriff genommen wird, reicht von der Erlenbachbrücke bis hinauf zum alten Markt in Höhe der Apotheke. Bis Jahresende soll das Teilstück bis zur Austraße fertig sein, hofft Fischer. Die Brücke wird neu gebaut, die Gehsteige werden verbreitert und gepflastert, die Busspur an der Linde wird schmaler. Zudem werden neue Wasserleitungen und teilweise neue Strom- und Gasleitungen verlegt. Integriert in die Straßenbauarbeiten wird die Sanierung des Kirchenfundaments. Während der Bauarbeiten ist die Durchfahrt gesperrt, der Verkehr, auch der Busverkehr, wird innerorts umgeleitet.

Einen Durchbruch hat die Stadt in Sachen Pelzveredelung erreicht. Ein Investor hat einen Teil des Geländes erworben und plant dort den Bau eines neuen Rewe-Marktes direkt neben dem derzeit bestehenden Einkaufsmarkt. "Ein Riesenerfolg", so Stadtrat Fischer.

Denn die Gewerbebrache bescherte der Stadt wegen der komplizierten Wege- und Eigentumsrechte viel Verdruss in den vergangenen Jahren. "Der neue Markt wird mit rund 1300 Quadratmetern Verkaufsfläche fast doppelt so groß wie der jetzige", sagt Fischer. Die Zufahrt ist künftig direkt über die Durchfahrtsstraße möglich. Dafür müsse das Eiscafé abgerissen werden, so Fischer. Was aus dem alten Rewe-Markt wird, ist derzeit noch offen.

In dem neuen Ortsmitte-Konzept ist die Umgestaltung der Freifläche hinter der Kirche nicht enthalten, sehr zum Leidwesen der Mit-Planerin Ziehm. Die Kirchengemeinde hätte diesen Platz gerne für Veranstaltungen genutzt. Denn das Gemeindezentrum befindet sich an der Dreieichstraße, ein gutes Stück vom Zentrum entfernt. "Wir haben ein wenig Sorge, dass die Randbereiche der Ortsdurchfahrt zu kurz kommen", sagt Ziehm. Stadtrat Fischer kann den Wunsch nach einer weiteren Aufwertung des Dorfzentrums verstehen, lenkt den Blick aber auf die Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf die Stadt. "Ich bin froh, dass wir jetzt beginnen und nicht irgendwann sagen müssen, wir haben kein Geld dafür", bekennt er.

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