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Auf dem Weg zum Lernerlebnis

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Von: Detlef Sundermann

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Die GaG in Bad Homburg feiert Richtfest für ihr Ganztageszentrum. Es bietet weitere Räume und und die dringend benötigte Mensa.

Die Kochmütter und -väter werden bald „himmlische Bedingungen“ vorfinden, erklärte Rektorin Roswitha Mühl-Kühner gestern. Die Gesamtschule am Gluckenstein (GaG) feierte mit Musik und Reden das Richtfest zum Ganztageszentrum, das außer großzügigen Räumen für verschiedene Nachmittagsangebote eine Mensa bieten wird. Bislang müssen die 60 ehrenamtlichen Köche in der Schulküche werkeln, wo auch täglich bis zu 220 Schüler und Lehrerkräfte im Schichtbetrieb verköstigt werden.

Mit der Mensa sollen bis zu 600 Personen von Montag- bis Donnerstagmittag satt werden. Der Neubau soll nicht allein zum zentralen Punkt für das Wohlbefinden an der Schule werden, sondern auch mit vier Räumen zur vollen Durchsetzung des pädagogischen Konzepts einer offenen Ganztagsschule beitragen. Seit längerem arbeitet man an der Verwirklichung des Konzepts, das mit diesem Schuljahr gestartet wurde. Sukzessive solle der Regelunterricht auch auf den Nachmittag gelegt werden, sagte Mühl-Kühner. Gegenwärtig habe jeder Schüler nur einen „langen Tag“ bis 15.30 oder 17 Uhr, künftig sollen es zwei bis drei in der Woche sein. Mit G8 sei dies notwendig, sagte die Rektorin.

Zusätzliche Lehrer eingestellt

Außerdem soll der Nachmittag verstärkt für Schülerförderung und soziale Projekte genutzt werden. Auch das freiwillige Angebot der Vereine soll mit dem Bezug des 9,2 Millionen Euro teuren Gebäudes erweitert werden.

Im Sommer 2011 ist die Eröffnung geplant. Um ab dann die fachliche Betreuung mit zusätzlichen Lehrern zu sichern, wurde die Schule in ein Drei-Jahres-Programm des Landes aufgenommen.

Landrat Ulrich Krebs (CDU) betonte die Verpflichtung in der Personalfrage. Der Neubau stehe für den bildungspolitischen Willen des Kreises. Die Millionen-Investition lohne sich, weil die Jugendlichen das „beste Startkapital für die Zukunft“ erhielten. Mit dem Ganztageszentrum könne Schule interessanter und spannender werden, so dass sich der Unterricht zum Lernerlebnis entwickle.

Für die Sanierung des knapp 40 Jahre alten Schulhauses, in dem aktuell rund 700 Schüler unterrichtet werden, gebe es noch kein Datum, sagte Mühl-Kühner. Hierzu fehle dem Kreis das Geld. Fest steht hingegen, dass sich die GaG einen neuen Namen geben werde – zumindest solle „Gesamtschule“ nicht mehr vorangestellt werden, sagte die Schulleiterin.

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