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Leerstand an der Louisenstraße

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Für  Woolworth war Schluss, weil  kein Vertrag zustande kam.
Für Woolworth war Schluss, weil kein Vertrag zustande kam. © R. Oeser

Schon vor acht Monaten hat der Woolworth-Markt in der Bad Homburger Louisenstraße dicht gemacht. Doch noch immer hat sich für das günstig gelegene Geschäftshaus kein Nachmieter gefunden.

Von Sonja Jordans

Die Verkäuferin in der Nobelboutique schüttelt den Kopf. „Für eine Stadt wie Bad Homburg ist es eine Schande, dass da noch keiner drin ist.“ Eine Kollegin teilt diese Auffassung: „So eine gute Lage, seltsam, dass das Gebäude immer noch leer steht.“

Doch seit die Bad Homburger Woolworth-Filiale an der Louisenstraße an Silvester 2009 für immer ihre Türen schloss, hat sich noch kein Nachmieter für das 3300 Quadratmeter große Geschäftshaus gefunden. Dabei hätte das Kaufhaus eigentlich gar nicht schließen müssen, denn diese Niederlassung der von Insolvenz bedrohten Kette schrieb nach eigener Auskunft schwarze Zahlen. Doch die Insolvenzverwaltung habe sich nicht mit der Eigentümerin des Gebäudes, der Immobilien-Beteiligungsgesellschaft Cerberus, auf einen weiterführenden Mietvertrag einigen könne, hieß es damals aus Woolworth-Kreisen.

Zwei Interessenten

Auch acht Monate nach der Schließung hält sich Cerberus mit Auskünften über die Zukunft der Immobilie zurück. „ Wir stehen in konstruktiven Verhandlungen mit der Stadt Bad Homburg“, sagt ein Cerberus-Sprecher auf FR-Nachfrage lediglich. Die Aussage wird von der Stadt bestätigt. Die Gespräche gingen auch „in Richtung weitergehender Umbau“, so der Cerberus-Sprecher weiter. Es gebe zwei „attraktive Interessenten“ für die Immobilie. Ob es sich dabei um die Bekleidungskette H&M handelt, wie Gerüchte besagen, möchte der Sprecher weder bestätigen noch dementieren. „Es gibt nur einen bestimmten Kreis von Unternehmen, die in ein solches Objekt überhaupt rein können.“ Doch zu laufenden Verhandlungen wolle man sich nicht äußern. „Wir sind auf einem guten Weg.“

Klar sei jedoch, dass an dem Objekt, zu dem eine marode, inzwischen geschlossene Tiefgarage gehört, „einiges zu machen“ sei. „Bis die Umbauarbeiten beginnen, kommt eventuell eine Interimslösung für das Objekt infrage“, heißt es bei Cerberus. 2011 werde wahrscheinlich mit den Bauarbeiten begonnen.

Passanten und Ladenbetreiber in der Innenstadt hoffen, dass ein ähnliches Geschäft wie Woolworth einziehen wird. „Hier fehlt ein Geschäft, in dem man alles bekommt“, sagt eine Passantin. Für „Kleinkram“ vom Klebestift über Putzmittel bis zum Schokoriegel sei Woolworth Anlaufstelle gewesen. „H&M wäre schön, damit wird eine junge Mittelschicht angezogen“, meint ein Verkäufer aus einem benachbarten Geschäft. Er erhofft sich mehr Laufkundschaft.

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