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Leckerlis für die Sieger

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Von: Andrea Herzig

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Schön und schnell: Windhunde im Bad Homburger Kurpark.
Schön und schnell: Windhunde im Bad Homburger Kurpark. © Monika Müller

Windhunde-Event stand auf Kippe / Nur noch Sonntag.

Es stand auf Messers Schneide. Hätte die Stadt nicht eingelenkt und im Jubiläumspark mit Matten die Möglichkeit geschafften, dass etwa 50 Stellplätze für die Fahrzeuge der Hundehalter am Jenny-Baumstark-Weg entstehen, hätte das Rennen nicht mehr stattfinden können.

Die Autos wieder abseits an der Straße zu parken, war für den Club für Windhunderennen in Frankfurt, der die Veranstaltung mit ausrichtet, keine Option. Die Anmeldungen waren stark zurückgegangen. Seitdem die Mattenlösung steht, sind bereits 40, also doppelt so viele Anmeldungen wie im vergangenen Jahr, eingegangen, ist Wolfgang Herder erleichtert. Er ist Vorsitzender des Kur- und Verkehrsvereins, der das Rennen zusammen mit dem Windehundeclub ausrichtet, dieses Jahr zum 57. Mal.

Die Zuchthundeschau fällt in diesem Jahr aus, der Verein bemüht sich um ein neues Konzept für das kommende Jahr. Nur am Laternenfestsonntag kann man diesmal die langhaarigen Hunde bewundern. Neben den Windhunden sind aber auch Dackel zu sehen, der Deutsche Teckel-Club ist im Rahmenprogramm mit Vorführungen dabei. Außerdem gibt es eine neue Gastrasse, die auch mitrennt: die „Rhodesian Ridgebacks“. Das sind mittelgroße, laut Experten in Deutschland immer beliebter werdende Wach- und Familienhunde. Ursprünglich kommen sie aus Südafrika und Simbabwe. Nun hoffen die Organisatoren auf gutes, nicht zu heißes Wetter. Im vergangenen Jahr blieb die Tribüne leer, die Zuschauer, immerhin rund 1200 kamen über den Tag verteilt, suchten unter den Bäumen Schatten. Ist es zu nass, muss das Rennen abgesagt werden.

Die Windhunde sind wertvolle Tiere. Bei den Rennen müsse auf vieles geachtet werden, erklärt Herder. Die Rennbahn werde mit vielen Kubikmetern Sand geebnet, die Tiere sollen nicht stolpern, die Führung des nationalen Windehundeverbandes sei da sehr vorsichtig.

Vorsichtig sind auch die Hundebesitzer. Sie wollen die Tiere in der Nähe der Rennbahn in den Autos untergebracht haben. Dort sollen sie in Ruhe auf das nächste Rennen warten. Dies ist mit den insgesamt 675 Quadratmeter Matten unter den Autos möglich. Das ist nötig, weil das Kurparkpflegewerk keine Autos auf den Wiesen erlaubt. Die Stadt mietet die Matten, der Anbieter baue die Gummimatten auch auf, informiert sagt Herder, das entlaste den Betriebshof.

Die wehenden Ohren gibt es für kleines Geld. Der Eintrittspreis von drei Euro decke nur die Unkosten, sagt Herder. Die Rennhundebesitzer zahlen ein Startgeld. Es gibt aber auch Preise: Neben Pokalen und Laternen für die stolzen Zweibeiner auch Leckerlis für die vierbeinigen Sieger.

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