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Den Blues im Blut: Die All-Stars-Band der GaG, Benjamin Konradi, Johannes Araya und Solomon Smith (von links).
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Den Blues im Blut: Die All-Stars-Band der GaG, Benjamin Konradi, Johannes Araya und Solomon Smith (von links).

Neujahrsempfang in Bad Homburg

Lange Rede, wenig Sinn

  • VonAndrea Herzig
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Den Neujahrsempfang der Bad Homburger Stadtverordneten rettete die Schülerband der Gesamtschule am Gluckenstein. Die Festrede des ehemaligen Kommandanten dagegen der GSG 9 war leider etwas missglückt.

Es kann ja sein, dass der Mann wirklich etwas zu sagen hat, die Lebensleistung von Kommandeur a.D. Ulrich Wegener, Gründer und erster Kommandant der Anti-Terror-Truppe GSG 9, will niemand bestreiten. Der Mann hat sicher viel erlebt, nur leider hat er als Gastredner beim Neujahrsempfang der Stadtverordneten am vergangenen Samstag von diesem Erlebten wenig erzählt. All jene, die sich spannende Geschichten aus dem Nähkästchen des Kommandeurs der Truppe von Mogadischu erhofft hatten, wurden enttäuscht.

Wegener, mit seinen 84 Jahren drahtig anzusehen und gerade leicht knieverletzt durch einen Fallschirmsprung (!) sagte viel, aber wenig, was zur Inspiration der ins neue Jahr startenden Gäste des Empfangs hätte beitragen können. Stadtverordnetenvorsteher Holger Fritzel war nicht sehr gut beraten, diesen Redner zu wählen.

Roter Faden durch Musik

Und so war es die frisch aufspielende Schülerband der Gesamtschule am Gluckenstein, die „GaG All-Stars-Band“, die das Event im Kurhaus nicht nur umrahmte, wie es so schön heißt, sondern schlicht rettete. Sechs Stücke spielte die Schüler-Lehrer-Kombo unter der Leitung von Musiklehrer Michael Hammes-Harries, die dem Empfang einen roten Faden gaben.

„Everybody needs somebody“, ein Hit der legendären Blues Brothers, passte bestens zur Rede des Stadtverordnetenvorstehers. Fritzel bedankte sich noch einmal für die 25 000 gesammelten Euro der Weihnachtsspendenaktion und lobte, stellvertretend für alle Hilfsorganisationen, die Feuerwehren und ihren Hochwasser-Einsatz in Sachsen.

Bei „Soul Man“, dem zweiten Stück der All-Stars, zeigten Benjamin Konradi, Johannes Araya und Solomon Smith, dass die Seelen der legendären Blues-Brüder in ihnen wahrlich weiterleben. „Celebration“ versprach ein wenig Festtagsstimmung. Den Ohrwurm „Hit the road, Jack“ sollen ein paar Zuhörer dann beim Festvortrag von Kommandant Wegener innerlich weitergesummt haben, wurde gemunkelt.

Pro Geheimdienste

Wegeners Thema war der Terrorismus einst und jetzt. Dessen Bekämpfung widmete der GSG 9-Mann sein Berufsleben. Wegener warnte vor den noch immer unüberschaubaren Dimensionen des Terrorismus, insbesondere des islamistischen und malte ein düsteres Bild, was die Möglichkeiten seiner Bekämpfung anging.

Sein Credo: Zusammenarbeit der Geheimdienste verbessern. Eine These, die angesichts der aktuellen NSA- Affaire so einige Fragen aufwirft. Durch diese Brille wollte Wegener aber offenbar nicht schauen. Trotz Länge gab’s höflichen Applaus von denen, die auf den vorderen Stuhlreihen ausgeharrt hatten.

Joanne Pascali holte mit dem Song „People help the people“ von Birdy auch die Gäste zurück aus den Foyer, die sich in großer Zahl schon mal draußen dem Buffet gewidmet hatten. Warmer Applaus für den Teenager mit der großen Stimme. Dankbar nahm die versammelte Stadtgesellschaft dann auch den letzten Beitrag der All-Star-Band auf: „Next to me“, einen Song von Emily Sandé. Der Small-Talk konnte beginnen. Endlich.

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