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Länger Warten aufs neue Freibad

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Von: Jürgen Streicher

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Die Schwimmer in Oberursel müssen noch länger auf das neue Freibad warten als bislang geplant.
Die Schwimmer in Oberursel müssen noch länger auf das neue Freibad warten als bislang geplant. © FR/Surrey

Die für den Herbst angekündigte Sanierung des Freibads muss verschoben werden. Die Stadtplaner haben sich verrechnet. Von Jürgen Streicher

Die für den Herbst angekündigte Sanierung des Freibads mit Umbau der Badelandschaft wird um ein Jahr verschoben. Nach neuesten Informationen aus dem Rathaus soll der Umbau erst nach der Sommersaison 2010 beginnen. Ursache für die Zeitverzögerung sei die "hohe Belastung im Stadtplanungsamt" durch zahlreiche Großprojekte, sagte Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP) am Wochenende. Der geplante Eröffnungstermin Ende April/Anfang Mai 2010 könne daher nicht eingehalten werden. Das planerische Arbeitsaufkommen sei wohl unterschätzt worden.

Die Stammschwimmer, die regelmäßig ihre Bahnen im Bad mit dem Charme der 30er Jahre ziehen, wird es freuen, die Sportschwimmer des Schwimmclubs Oberursel (SCO) weniger. Sie hatten auf das neue Bad mit verlängerten Öffnungszeiten im Frühling und im Herbst gehofft, weil nun schon die zweite Wintersaison ohne Trainingsmöglichkeiten in der Halle bevorsteht. Diese wurde bereits im vergangenen Sommer für immer geschlossen, ihr Abriss ist für den Spätherbst angekündigt. "Das machen wir im vierten Quartal, das ist sicher", sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Funke gestern. Funke versteht sich "nur als Abreißer", Bauherr des neuen Bades ist die Stadt.

Durch die Verschiebung des Freibad-Umbaus müssen nun beide Bauprojekte parallel erledigt werden. Wie bei allen städtischen Großprojekten ist das Zeitziel der Fertigstellung der Hessentag 2011. Die Stadt wird rund 16 Millionen Euro in die beiden Bauvorhaben investieren, für das Freibad sind rund 3,4 Millionen Euro veranschlagt. Mehrkosten von rund 800 000 Euro gegenüber den ersten Planungen resultieren aus festgestellten Mängeln an der Betonkonstruktion des Freibadbeckens.

Aus einem Becken sollen nun drei werden - jeweils eigene Bereiche für Springer, Schwimmer und Nichtschwimmer sind auf dem Freigelände des Parkbads Oberursel, so der Arbeitstitel, vorgesehen.

Erhebliche Wasserverluste durch Risse im Beton und fehlende Standsicherheit, um die geplante Edelstahlwanne aufzunehmen, führten zur Umplanung. Die Mehrkosten durch die Aufteilung der Becken könnten zumindest zum Teil durch energetische Pluspunkte ausgeglichen werden, heißt es aus dem Planungsbüro.

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