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Kunst am Gelege

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Schmuckstück: Zar Nikolaus II auf einem Fabergé-Ei.
Schmuckstück: Zar Nikolaus II auf einem Fabergé-Ei. © Martin Weis

Das Heimatmuseum Seulberg zeigt eine vielseitige Eier-Ausstellung.

Eierschalen sind die Absperrung, in einer Karre liegt eine Eieruhr – angeordnet nach Größe die Eier von verschiedenen Tieren, überwiegend Vögeln. In den Vitrinen stehen bemalte Eier, Pappeier, Glaseier und ein Dino-Ei. Im Heimatmuseum Seulberg hat die Ostersaison angefangen – dort ist die Ausstellung „Ei – wo kommst du denn her?“ zu sehen.

Seit 26 Jahren hat Seulberg einen Ostermarkt – und traditionell gibt es um diese Zeit auch eine Ausstellung, die sich mit dem Thema Ei beschäftigt. „Wir finden immer wieder neue Aspekte“, sagt Museumsleiterin Erika Dittrich.

So sind dieses Mal Kunstwerke zu sehen – etwa Eier aus China, die von innen bemalt sind. „Es gibt ein kleines Loch, durch das der Pinsel geführt wird“, erklärt Dittrich. Und pakistanische Eier, aus denen etwas herausgeschnitzt ist. In einem sitzt ein Elefant – er wurde direkt eingeschnitzt.

Die Ausstellung zeigt die Sammlung von Christine Klostermann aus Dieburg. Sie sammelt seit 50 Jahren Eier, lebte in Südafrika und kam so an einige Besonderheiten. Es sind Eier aus allen Kontinenten zu sehen – neben den Vitrinen hängen Landkarten.

Nebst Eiern aus Fernost sind auch traditionell geschmückte deutsche Eier zu sehen. Mardorfer Eier beispielsweise sind mit Bienenwachs überzogen, darauf sind Muster abgebildet, Lebensbäume oder Herzen. „Das sieht man oft auch auf Trachten“, sagt Dittrich. Einige sind aufgeschnitten und wie Krippen mit Papp-Figuren eingerichtet.

Seulberg selbst hat keine Tradition, was Eierkunst angeht. Allerdings gab es bunte Eier: Durch die Färber an der Hugenottenstraße wurden die Eier mit Blauholz gefärbt. „Man nahm damals, was nahe war“, sagt Dittrich, „im Odenwald wachsen Weidenkätzchen, da wurden diese aufgetragen.“

Das wertvollste Stück kommt aus Russland. Es sind Fabergé-Eier, die den Zar Nikolaus II und seine Frau zeigen. Die Malerei auf den Eiern ist in vielen Schichten in Miniatur-Arbeit entstanden, selbst auf den kleinsten Eiern sind noch Kunstwerke aufgetragen.

Und für die Kinder wartet ein besonderes Highlight: ein Dinosaurier-Ei aus China, das sich das Museum extra geliehen hat. (msk.)

Die Ausstellung ist bis 27. März im Heimatmuseum, Alt Seulberg 46, zu sehen.

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