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Wanderer vor Hochhäusern

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Von: Olaf Velte

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Das Museum Malerkolonie zeigt zeitgenössische Kunst.

Altes wird aufgegriffen, destilliert und in neue Formen gegossen. Da darf Caspar David Friedrichs „Wanderer“ auf Hochhäuser blicken, während „Women in Public Space“ vor Alpengipfeln posieren. „Begegnungen – drei Positionen aktueller Kunst aus München und Dachau“ ist die Ausstellung im Museum Kronberger Malerkolonie überschrieben.

Bis zum 21. April sind Werke der süddeutschen Künstler Florian Huth, Heiko Klohn und Johannes Karl zu sehen. Nach der beachtlichen Präsentation „Malweiber“ im vergangenen Jahr können sich die Besucher auf ein Kontrastprogramm einlassen.

In den Blickpunkt rücken neue Medien wie Video und Fotografie. So arbeitet der in München lebende Karl mit Verfremdungen, die Motive aus der Kunstgeschichte aufnehmen.

Sein fast gleichaltriger Kollege Huth zeigt großformatige Fotografien und eine Video-Installation. Immer wieder geht es um das Verhältnis des modernen Menschen zur Natur – oft kritisch in Szene gesetzt.

Existenzielles auf 100 Blättern

In traditioneller Art teilt sich der 1955 geborene Heiko Klohn mit: Zeichnend nimmt er sich einem Schiffsunglück von 1816 an und füllt damit über hundert Blätter. „Das Floß der Medusa“ wird hier zum Sinnbild existenzieller Geworfenheit.

Mit den „Begegnungen“ gedenkt die veranstaltende Kronberger Museumsgesellschaft auch der traditionsreichen Verbindung zwischen der Taunus-Malerkolonie und der Kulturkreise in München und Dachau. Im 19. Jahrhundert standen Anton Burger und Co. in regem Kontakt mit Kunstfreunden im Süden Deutschlands. Wie sich die Zeiten und Stilmittel seitdem verändert haben, ist im Haus an der Tanzhausstraße zu erleben.

Öffnungszeiten: Mittwochs 15 bis 18 Uhr; samstags, sonntags und feiertags von 11 bis 18 Uhr.

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