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Stadt bezuschusst Mehrweg-Umstellung

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Die Höchstfördersumme je Gastronomie-Betrieb soll auf 500 Euro begrenzt sein

Kronberg - Größere Restaurants, Bistros und Cafés, die Essen für unterwegs verkaufen, sind von Januar an verpflichtet, ihre Speisen und Getränke sowohl in Einweg- als auch in Mehrwegverpackungen anzubieten. Dabei darf die Mehrwegvariante nicht teurer sein als die Einwegverpackung. Die SPD will den Kronberger Gastronomiebetrieben bei der Umstellung unter die Arme greifen: Nach ihrem Willen sollen dafür 10 000 Euro an Fördermitteln bereitgestellt werden, wobei die Höchstfördersumme je Betrieb auf 500 Euro begrenzt sein soll. In der Stadtverordnetenversammlung konnten die Sozialdemokraten dafür eine Mehrheit gewinnen. Eine Anregung der Grünen hatte keinen Erfolg: Dass nur Betriebe gefördert werden sollen, die nach der Umstellung ausschließlich Mehrwegbehälter anbieten und auf Einweg vollständig verzichten, ging vielen dann aber doch zu weit. Das hatte wohl auch damit zu tun, dass Bürgermeister Christoph König (SPD) zu bedenken gab, dass sich die Förderung in diesem Fall wohl auf ein oder zwei Betriebe beschränken würde.

In Bad Vilbel sei eine Fördermittel-Richtlinie, wie seine Fraktion sie vorschlug, auf große Resonanz gestoßen, erklärte Wolfgang Haas (SPD). Das Programm helfe einer Branche, die aufgrund der Pandemie und der gestiegenen Energiepreise besonders zu leiden habe. Darüber hinaus sei sie ein Beitrag zur Müllvermeidung und zur Sauberkeit des Stadtbilds. Andreas Becker (CDU) pflichtete bei, forderte aber dazu auf, daraus kein „bürokratisches Monster“ zu machen. Die Stadt Kronberg könne finanziell unterstützen, „die Logistik muss aber von den Gastronomen kommen“.

Ralf Pampel (KfB) sagte, auch die Mitglieder der KfB seien „Fans und Freunde“ von Mehrweg. Die beste Förderung bestehe jedoch darin, die Gastronomie durch Besuche und Bestellungen zu unterstützen.

Es gehe darum, verhältnismäßig wenig Geld für eine überschaubare Anzahl von Betrieben - etwa 20 - zur Verfügung zu stellen, sagte Bürgermeister Christoph König (SPD). Ein Mehrwegsystem verpflichtend einführen zu müssen, das möglicherweise gar nicht stark nachgefragt werde, belaste die Gastronomie zusätzlich. „Es geht nicht um eine Belohnung für gesetzestreues Verhalten, sondern um eine Unterstützung im Sinne der Wirtschaftsförderung.“ Am Ende wurde diese mit 16 Ja-Stimmen bei 6 Gegenstimmen und 6 Enthaltungen beschlossen.

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