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Die Kronberg Academy wird künftig noch präsenter sein in der Stadt, hier eine Laterne mit Cello-Spielerin.

Kronberg

Aus Skepsis ist große Euphorie geworden

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Die Freude auf das künftige „Casals Forum“ mit Konzertsaal für 550 Musikliebhaber wächst. Auch direkte Nachbarn sind positiv gestimmt.

Wie die aktuell auf 45 Millionen Euro taxierten Baukosten versenkt und in Stein, Holz und Glas aufgetürmt werden, ist derzeit nur auf schönen Plänen zu sehen. Noch geht es bei der Baustellenführung eher darum, ob der Berliner Verbau funktioniert und die zwölf Meter langen Anker den Druck des Berges hinter dem geplanten Schmuckstück am Bahnhof halten. Und doch ist das Interesse groß am Baufortschritt auf dem Gelände, wo in etwa zweieinhalb Jahren ein neuer Leuchtturm die Kulturregion Rhein-Main weit über ihre Grenzen hinaus strahlen lassen soll. Das „Casals Forum“ mit Konzertsaal für 550 Musikliebhaber könnte ein Ort der Identifikation in der kleinen Taunusstadt werden.

Die direkten Anwohner haben eine schriftliche Einladung bekommen, der Chefplaner des Forums mit Studienzentrum für die Kronberg Academy und Verwaltungsgebäude führt am Wochenende persönlich über das Gelände und beantwortet alle Fragen. Daniel Rinck, ein „Kronberger Bub“ des Jahrgangs 1974, wie er selbst sagt, ist auch Bauherr und Eigentümer des benachbarten Hotels, das schon drei Stockwerke aufragt und bereits Ende 2019 von der „Vienna House“-Gruppe bezogen werden soll. Die Tiefgarage für Forum und Hotel mit 96 Zimmern liegt unter dem Treffpunkt für die öffentliche Baustellenführung.

„Dreckloch, hässlicher Platz“, sind die meisten Bezeichnungen für den Baustandort in dessen früherem Zustand, die bei der Besichtigung fallen. „Ich glaube, Kronberg hat gewonnen“, sagt Helga Mayer schon jetzt mit Überzeugung. „Die anfängliche Skepsis ist einer sehr positiven Stimmung gewichen, das ist eine deutliche Aufwertung“, sagt Frank Sommer, seine Frau nickt dazu. „Für das Bahnhofsumfeld und Kronberg.“ Wobei die Stadt an der Finanzierung des Großprojekts nicht beteiligt ist. Ein älterer Herr, der sich als Skeptiker bekennt, hat nun eine andere Meinung. „Hat mir sehr gut gefallen“, sagt er zum Abschied. „Finde ich toll, was ihr da so macht.“

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