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Andreas Wieckenberg ist neuer Direktor im Schlosshotel.

Schlosshotel Kronberg

Schlosshotel hat neuen Chef

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Das Fünf-Sterne-Superior-Haus in Kronberg hat einen neuen Boss: Andreas Wieckenberg hat die Leitung des exklusiven Schlosshotels übernommen.

Las Vegas, Washington, Macau – mit gerade einmal 40 Jahren hat Andreas Wieckenberg beruflich schon einiges gesehen von der Welt. Seine Ausbildung absolvierte er im renommierten Brenners Park Hotel in Baden-Baden, seine jüngste Station war das Raffles Hotel in Singapur, ein exklusives Haus im Kolonialstil.

Was Tradition und Qualität angehe, könne er daran in Kronberg direkt anknüpfen, sagt Wieckenberg. Seit kurzem ist er neuer Direktor des Schlosshotels. Das Fünf-Sterne-Superior-Haus befindet sich im ehemaligen Witwensitz von Victoria Kaiserin Friedrich, der Ehefrau des 99-Tage Kaisers Friedrich II., Mutter von Wilhelm II. und Tochter der britischen Queen Victoria. 

Sehnsucht nach Heimat 

Er sei während seiner bisherigen Karriere „immer auf der Suche nach unverwechselbaren Hotels“ gewesen, betont Wieckenberg. Dass ihn seine berufliche Weltreise nun wieder nach Deutschland zurückgeführt hat, sei seinen beiden kleinen Kindern geschuldet, aber auch ein wenig der Sehnsucht nach der Heimat, die sich in seinem Fall im Schwarzwald befindet.

Dafür sei die „wunderbare Gegend“ rund um Kronberg ein guter Ersatz, findet er. Zumal Andreas Wieckenberg nun erstmals in die Position eines Hoteldirektors aufgerückt ist und die Verantwortung für mehr als 100 Mitarbeiter übernimmt.

Was ihm in Kronberg besonders imponiere, sei die „gewachsene Servicekultur“, lobt der 40-Jährige. Das Haus biete aber auch einiges an Potenzial, ist er überzeugt. Konkrete Ideen will er noch nicht öffentlich verkünden. Zunächst einmal gehe es darum, alles genau kennenzulernen. 

Vorgänger hat  „sehr guten Job gemacht“ 

Ohnehin müsse das Schlosshotel nicht völlig umgekrempelt werden. Sein Vorgänger Franz Zimmermann habe einen „sehr guten Job gemacht“. Da werde es schon schwer genug, dessen Fußstapfen auszufüllen. Zimmermann hatte das Schlosshotel nach acht Jahren verlassen, um wieder in die Nähe seiner österreichischen Heimat zurückzukehren. Während seiner Zeit als Direktor war das Hotel komplett renoviert und neu ausgerichtet worden. Dazu gehörte der Umbau von Zimmern und Küche ebenso wie die Ausstattung mit moderner digitale Technik und die Öffnung des Hauses durch ein neues Veranstaltungskonzept.

Dafür konnten Zimmermann und Donatus Landgraf von Hessen als Vorstandvorsitzender der Hessischen Hausstiftung in den vergangenen Jahren einige Preise einheimsen, darunter den World Luxury Hotel Award, der als eine Art „Hotel-Oscar“ gilt.

Der Weggang von Zimmermann habe „eine Lücke gerissen“, räumt das Haupt des Hauses Hessen ein. Das habe ihm anfänglich auch einige Sorgen bereitet. Erfreulich sei aber gewesen, dass „unglaublich viele Bewerbungen“ für die Nachfolge bei ihm eingegangen seien. Und daraus habe man nun mit Andreas Wieckenberg „den Besten“ ausgewählt, ist Donatus Landgraf von Hessen überzeugt.

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