Im zoologischen Garten wurden im Sommer 2019 Geparde geboren.
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Im zoologischen Garten wurden im Sommer 2019 Geparde geboren.

Kronberg

Opel-Zoo: Geparde sind Publikumsmagnet

Der Opel-Zoo in Kronberg zählte im vergangenen Jahr fast 558 000 Besucher – das zweitbeste Ergebnis seiner Geschichte. Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz.

Mehr Licht als Schatten – so hat Stefan Ohmeis das Zoojahr 2019 am Dienstag zusammengefasst. Zu den Glanzlichtern, da sind sich der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der von Opel Hessischen Zoostiftung und Zoodirektor Thomas Kauffels einig, zählte die Geburt von sechs Geparden im Juni – der erste Nachwuchs seiner Art in dem Freigehege. Die fünf Männchen und das Weibchen werden auch dieses Jahr noch bei ihrer Mutter im Opel-Zoo verbringen.

Statt der Lisztaeffchen sind jetzt Kaiserschnurrbarttamarine zu sehen. Sie gehoeren zur Gattung der Krallenaffen.

Positiv ist auch die Besucherbilanz: Der Opel-Zoo erfreut sich weiter wachsender Beliebtheit, fast 558 000 Gäste seien im vergangenen Jahr gezählt worden, sagte Kauffels. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl um 2,3 Prozent. Noch im September habe es so ausgesehen, als ob der Besucherrekord von 2014, als die neue Elefantenanlage eröffnet wurde, geknackt werden könnte. Aber daraus wurde nichts: „Von 16 Tagen Herbstferien hat es an 14 Tagen geregnet“, erklärte Kauffels.

Familien-Erlebnisworkshops

Zu den Schattenseiten gehörte der Tod des Rothschild-Giraffenbullen Gregor, der im Oktober im Alter von 13 Jahren starb. Bislang wurden 17 seiner Nachkommen geboren. Zudem sind zwei Giraffenkühe noch von ihm trächtig. Der Nachwuchs wird für Anfang 2021 erwartet.

Neu gebaut wird im Zoo dieses Jahr eine Anlage für Lemuren, die geplante Anlage für Flusspferde lässt dagegen aus finanziellen Gründen noch auf sich warten. „Etwa ein Zehntel der benötigten Summe haben wir bislang zusammen“, berichtete Kauffels über den Stand der Dinge des Zwölf-Millionen-Euro-Projekts. Seit vergangenem Jahr gehen von jeder verkauften Eintrittskarte drei Euro in den Topf für das Großbauprojekt, der Opel-Zoo wird nicht subventioniert.

Bis vor vier Jahren lebten dort noch Flusspferde in einer veralteten Anlage. Nach dem Tod der Flusspferddame Tana zog ihr langjähriger Gefährte Max in einen anderen Zoo.

Opel-Zoo. Team v.l.n.r.: Martin Becker (Leiter Zoopaedagogik), Uta Westerhues (stellv. Zoodirektorin) und Thomas Kauffels (Zoodirektor) vor der Bronze des Gruenders Georg von Opel.

Die stetig steigende Bedeutung von Natur- und Umweltthemen nimmt der Zoo zum Anlass für eine Neuausrichtung seines zoopädagogischen Angebots. Im Mittelpunkt soll dabei weiter die direkte Begegnung mit den Tieren stehen, das Angebot jedoch stärker als bisher auf die bedrohte Biodiversität eingehen und Anregungen für nachhaltiges Handeln geben. Als erstes Beispiel dafür sind Familien-Erlebnisworkshops geplant. Zudem strebt die Zooleitung an, den Betrieb nachhaltiger zu gestalten.

Zum Führungsteam gehört neben Direktor Kauffels und dem stellvertretenden Direktor Martin Becker auch der neue wissenschaftliche Mitarbeiter Jörg Jebram. Er hat das Giraffenzuchtbuch mit nach Kronberg gebracht. Seit Beginn des Jahres ist zudem Tierärztin Uta Westerhüs stellvertretende Zoodirektorin. (mit dpa)

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