Kronberg

Kronberg: Freude über 23,8 Millionen Euro

Die Stadt Kronberg profitiert von erhöhten Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Auch nach Abzügen dürfte die Stadt ein Plus von sieben bis acht Millionen verbuchen.

Als einen „Segen“ und ein „Geschenk des Himmels“, hat Kronbergs Bürgermeister und Kämmerer Klaus Temmen (parteilos) am Dienstag Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 23,8 Millionen Euro bezeichnet. Sie fließen aufgrund betrieblicher Sondereffekte Kronberger Unternehmen in die Stadtkasse.

Stichtag war der 15. Mai 2020. Diesen Erträgen stehen zwar entsprechende Mehraufwendungen bei den Umlagen (Gewerbesteuer- und Heimatumlage im laufenden Jahr sowie Solidaritäts-, Kreis- und Schulumlage im Jahr 2021) entgegen. Dennoch dürften zwischen sieben und acht Millionen Euro bei der Stadt verbleiben, schätzt der Kämmerer.

In seinen beiden Amtszeiten habe er noch nie einen Sondereffekt in dieser Größenordnung erlebt, sagte Temmen. Die Stadt habe nun ein gewisses Polster, und das sei gut für die Corona-Zeit: „Den Handlungspielraum kann Kronberg gut gebrauchen.“ Seine (erste) Amtszeit habe mit der Finanzkrise begonnen und die zweite ende nun mit der Corona-Krise im November diesen Jahres, merkte Temmen an.

Laut Temmen ist für 2020 kein Nachtragshaushalt erforderlich. Trotz der noch unklaren weiteren Entwicklung der Einnahmequellen für Kronberg erwartet er ein zumindest ausgeglichenes Jahresergebnis für das laufende Jahr. Nicht voraussehbar sei indes die Entwicklung für 2021.

Wegen Corona haben sich bis Mitte Mai Gewerbesteuervorauszahlungen verändert (Mindereinnahmen von etwa 1,6 Millionen Euro) und es sind Anträge auf Stundung (minus 250 000 Euro) eingegangen. Temmen geht von weiteren Absenkungen bei den Vorauszahlungen aus.

Für Klaus Temmen steht dennoch fest: „Die Stadt muss trotz Corona weiter in die Zukunft investieren.“ Der notwendige Handlungsspielraum dafür sei in Kronberg vorhanden.

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