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Der Philosophenweg führt am Kamelgehege vorbei.

Kronberg

Kritik an Zoo-Plänen

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Der Philosophenweg soll öffentlich bleiben und der Opel-Zoo ein Parkdeck bauen - das fordern ALK und BUND.

Gegen die geplanten Verträge zwischen dem Opel-Zoo und den Anliegerkommunen Kronberg und Königstein regt sich Kritik. Dabei wendet sich die Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein (ALK) vor allem gegen das Vorhaben, den bislang öffentlichen Philosophenweg zu schließen. Ebenso wie der BUND lehnt die Wählergemeinschaft zudem die Vereinbarungen zu Ausweichparkplätzen am Rande des Zoogeländes ab.

Wie jüngst bekannt geworden ist, haben sich die Verantwortlichen des Zoos und die hauptamtlichen Magistratsvertreter aus Kronberg und Königstein darauf verständigt, den Philosophenweg für die Öffentlichkeit zu schließen. Im Gegenzug sollen Kronberger und Königsteiner sich maximal dreißig Minuten lang kostenfrei durch den Zoo bewegen können. Als weiteres Zugeständnis will der Zoo ihnen die Jahreskarte zum halben Preis anbieten.

Darauf möchte sich die ALK aber nicht einlassen, die im Königsteiner Parlament die größte Fraktion stellt. Der Philosophenweg müsse frei zugänglich bleiben, fordert der ALK-Stadtverordnete Günther Ostermann. Der Weg sei für viele Königsteiner „eine Herzensangelegenheit“. Er verweist auf fast 1300 Einwendungen, die vor drei Jahren in Sachen Philosophenweg an den Kronberger Bürgermeister Klaus Temmen (parteilos) übergeben worden seien.

Auch das Vorhaben, die derzeit als Behelfsparkplätze dienenden Wiesenflächen mit Rasengittersteinen zu befestigen, missfällt der ALK. Darin sind sie sich einig mit dem BUND Kronberg. Es entstehe der Eindruck, dass der Opel-Zoo sich „Stück für Stück die schöne Landschaft des Rentbachtals aneignet und in Parkraum verwandelt“, kritisiert dessen Vorsitzender Jochen Kramer. Ebenso wie die ALK fordert er den Bau eines Parkdecks.

Das steht zwar auch in den Vereinbarungen zwischen dem Opel-Zoo und den beiden Kommunen, allerdings nur als Option. Opel-Zoo-Direktor Thomas Kauffels verweist darauf, dass es pro Jahr nur wenige Tage gibt, an denen die 1320 vorhandenen Parkplätze auf dem Zoogelände nicht ausreichen. Dafür extra ein teures Parkdeck zu bauen, sei nicht sinnvoll.

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