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Glasfaser-Frist wird letztmalig verlängert

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Nachfrage soll bis Ende Februar 2023 nochmals angeregt und gebündelt werden

Kronberg - Im Fernsehen, Kino und auf Streaming-Portalen ist es heute gängige Praxis, dass Filme und Sendungen, die beim Publikum besonders erfolgreich sind, in Serie gehen. Dann gibt es noch eine Staffel, noch eine Folge - bis sich das Publikum daran so richtig sattgesehen hat.

Einen vergleichbaren Weg schlägt jetzt in Sachen „Glasfaser für Kronberg“ auch die Deutsche Giga-Netz GmbH ein. Allerdings nicht, weil die Bewohner der Burgstadt voll Heißhunger auf das superschnelle Internet warten, sondern um noch einmal zu versuchen, den Appetit der Kronberger anzuregen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wird die Giga-Netz zu diesem Zweck ihre zum 21. November ausgelaufene „Nachfragebündelungsphase“ bis zum 28. Februar 2023 verlängern. Es wird die zweite und soll die letzte Verlängerung sein.

Danach soll ein Schlussstrich gezogen und geschaut werden, wie viele Kronberger Haushalte sich für das Glasfaser-Angebot des Unternehmens erwärmen konnten. Nötig wären 40 Prozent aller Haushalte, dann würde das Unternehmen die Burgstadt flächendeckend „verfasern“. Aber von dieser Zielquote ist Kronberg noch weit entfernt, wie ein Blick auf die Auswertung der gerade beendeten Nachfragebündelung zeigt.

Nach Auskunft der Stadt ist etwa die Hälfte der Ziel-Quote erreicht. Es fehlen rund 1500 Verträge. Dennoch will die Deutsche Giga-Netz die Verbindung noch nicht kappen. „Es ist uns ein Anliegen, Kronberg an unser Glasfaser-Internet und somit an die Zukunft anzuschließen“, erklärt Soeren Wendler, Geschäftsführer des Unternehmens, in der Mitteilung der Stadt. Das allerdings werde nur möglich sein, wenn die erforderliche Menge „an Nachfrage“ da sei, ohne die ein eigenwirtschaftlicher Ausbau - auf unsere Kosten - nicht realisierbar“ sei.

Wendler äußert in diesem Zusammenhang seine Überraschung darüber, „dass gerade in einer so potenten und stets zukunftsweisenden Stadt wie Kronberg nicht im ersten Anlauf genügend Beteiligung festzustellen“ gewesen sei. Da die Stimmung in der Stadt jedoch „generell“ positiv sei, habe das Unternehmen sich für die Verlängerung der Nachfragebündelung in Kronberg entschieden.

Bürgermeister Christoph König (SPD) begrüßt in der Wortmeldung aus dem Rathaus die Giga-Netz-Entscheidung und rührt seinerseits kräftig die Trommel. König: „Der flächendeckende Glasfaser-Ausbau ist für unsere Stadt von hoher Bedeutung.“ Kronberg müsse sich zukunftssicher aufstellen. Es gehe eben nicht nur um einen schnelleren Internet-Anschluss oder besseres Telefonieren. Glasfaser sei auch entscheidend dafür, wenn es um die Arbeit im Homeoffice, die Nutzung von Cloud-Diensten, Telemedizin, E-Learning oder die Steuerung der Haustechnik gehe.

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