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Die geplante Hochtaunusklinik in Bad Homburg
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Die geplante Hochtaunusklinik in Bad Homburg

Hochtaunuskreis

Krankenhäuser im Doppelpack

Landrat Ulrich Krebs hat die Pläne für die neue Kreisklinik in Bad Homburg vorgestellt. Parallel dazu entsteht auch in Usingen eine neue Klinik mit 100 Betten.

Von Klaus Nissen

Es geht los: Straßen- und Kanalbauer bereiten im März den Grund für die neue Hochtaunusklinik auf dem Acker des Kronenhofs vor. Im Sommer beginnt der Hochbau an der Zeppelinallee, sagten gestern Landrat Ulrich Krebs und Markus Koch von der Baufirma BAM Deutschland. Am 13. September 2013 soll das Krankenhaus fertig sein. Zum Neujahr 2014 können schräg gegenüber dem Landratsamt die Betten von 395 Kassenpatienten und 78 Selbstzahlern belegt werden. Parallel entsteht am nördlichen Stadtrand von Usingen nahe dem Feuerwehrstützpunkt ein Filialkrankenhaus mit 100 Betten.

Das Doppelprojekt kostet 196,1 Millionen Euro, so Landrat Krebs gestern in der Pressekonferenz. Das meiste Geld wird von Banken geliehen; 70 Millionen steuert das Land Hessen hinzu. Der Kreis trägt das Risiko einer Ausfallbürgschaft über 178,9 Millionen für das Homburger und 17,4 Millionen für das Usinger Krankenhaus.

Das Putzen besorgt Yolande

Für etwa 218 Millionen hätte der Hochtaunuskreis nach Experten-Schätzung die Kliniken in eigener Regie bauen können. 22 Millionen billiger werden sie, weil er als erster Krankenhausträger Deutschlands den Bau einer Klinik in Public Private Partnership (PPP) wagt: Auf den kreiseigenen Grundstücken baut die eigens gegründete Projektgesellschaft Yolande („die Veilchenblüte“) beide Kliniken. Dahinter stecken der unter fünf Bewerbern ausgewählte Frankfurter Immobilien-Finanzierer Hannover Leasing, der Stuttgarter Baukonzern BAM und das Düsseldorfer Architekturbüro TMK. Beide Einrichtungen werden 25 Jahre lang von einer Dienstleistungsgesellschaft verwaltet, auf modernstem Stand gehalten und an die Kliniken „vermietet“. Zum Service-Paket gehört auch die Gebäudereinigung, für die Yolande Arbeiter der Dussmann-Gruppe einsetzen wird.

Den monatlichen Preis für die Benutzung beider Häuser mochte Klinikchefin Julia Hefty am Donnerstag nicht verraten. Jährlich sind laut Projektsteuerer Johannes Kresimon ungefähr zwei Prozent der Baukosten fällig. Das wären etwa vier Millionen pro Jahr. Vom Jahr 2038 an betreibt der Kreis beide Krankenhäuser dann in eigener Regie. All diese Verabredungen sind nun in einem 32 Ordner umfassenden Vertragswerk besiegelt worden.

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