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Korwisi wird Chefin

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Gabriele Korwisi,(l) die Ehefrau des Oberbürgermeisters, wird Leiterin des Fachbereichs Zentrale Verwaltung.
Gabriele Korwisi,(l) die Ehefrau des Oberbürgermeisters, wird Leiterin des Fachbereichs Zentrale Verwaltung. © Michael Schick

Gabriele Korwisi, die Ehefrau des Oberbürgermeisters, wird Leiterin des Fachbereichs Zentrale Verwaltung. Der Magistrat hat in seiner Sitzung gestern Nachmittag beschlossen, diese Personalentscheidung zum 15. Februar 2012 umzusetzen.

Von Martina Propson-Hauck

Dann sollen auch die Dezernate im hauptamtlichen Magistrat neu verteilt werden. Am Tag zuvor scheidet Stadtrat Peter Vollrath-Kühne (FDP)aus und Bürgermeister Karl Heinz Krug (SPD) tritt seinen Dienst an.

Korwisi wird Nachfolgerin des ausscheidenden Fachbereichsleiters Jürgen Melches. Sie arbeitet bereits seit vielen Jahren im Rathaus, ist dort derzeit als Leiterin des Fachdienstes Wirtschaftliche Hilfen angestellt. Sie trug maßgeblich zur Umsetzung bei der Einführung des Homburg Passes für Hilfebezieher und Geringverdiener bei. Sie ist zudem Mitglied der SPD , ohne allerdings ein politisches Mandat auszuüben.

Zur Zentralen Verwaltung gehören der Personalservice, die Organisationsdienste und die IT. Im aktuell verabschiedeten Haushalt der Stadt ist zur Einsparung von Personalkosten beschlossen worden, freiwerdende Stellen nur noch hausintern zu besetzen, falls dies durch fachliche Qualifikation möglich ist.

Damit der in Oppositionskreisen bereits heftig kritisierten Personalangelegenheit kein „Geschmäckle“ der Vetternwirtschaft anhafte, hatte der OB als derzeitiger Personaldezernent die Angelegenheit vollständig an andere Dezernenten delegiert. Er will zudem die Verantwortung für den Fachbereich zum 15. Februar 2012 komplett abgeben und die Zentrale Verwaltung in ein anderes Dezernat eingliedern. Ob dann Krug oder Dieter Kraft (Grüne) zuständig sein werden, war gestern aus dem Rathaus noch nicht zu erfahren.

Das Auswahlverfahren der Bewerber umfasste nach Auskunft der Stadtverwaltung unter anderem ein Assessment Center, ein simuliertes Mitarbeiter-Gespräch mit einem Schauspieler sowie psychologische Tests. Diese beinhalteten Fragen zur beruflichen Lebensorientierung und zum Führungsstil. Alle Fragebogen-Tests der Bewerber seien von der Universität Bochum anonym ausgewertet worden. Aus diesem mehrwöchigen Verfahren habe sich die Empfehlung der Personalberatung ergeben, der jetzt der Magistrat gefolgt ist.

In das Verfahren sei der städtische Personalservice lediglich organisatorisch eingebunden gewesen, alle entscheidenden Schritte seien in Anbetracht möglicher Vorwürfe von familiären Seilschaften an externe Auftragnehmer delegiert worden.

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