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Konzept für Verkehr

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Von: Miriam Keilbach

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Das Konzept sieht neben dem Bahnhof einen Busbahnhof vor.
Das Konzept sieht neben dem Bahnhof einen Busbahnhof vor. © Müller

Der Weg für das Verkehrskonzept Bahnhof ist frei: Die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung einigten sich auf eine Grundlage. Die Grünen fordern, weiter über Lärmschutz zu diskutieren.

Weg frei für das Verkehrskonzept Bahnhof, das Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) vor zwei Wochen präsentierte. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss am Donnerstag, dass der Entwurf als Grundlage für ein Gesamtkonzept dient. Gemeinsames Ziel sei es, den Verkehr an heiklen Stellen besser zu koordinieren. Einige Details, so wünschen es die Fraktionen, sollen allerdings offen diskutiert werden.

So sprachen sich einige Fraktionen gegen eine Pförtnerampel auf der Nassauer Straße kurz hinter der Brücke aus Richtung Bad Homburg aus, wie sie der Entwurf vorsieht. „Schon im Bauausschuss wurde diskutiert, dass eine Ampel den Verkehr zum Stillstand bringt“, sagte etwa der SPD-Fraktionsvorsitzende Eggert Winter. „Wir wollen die Menge der Autos reduzieren“, so sein CDU-Pendant Jens Uhlig, „und keinen Stau verursachen.“

Der CDU-Fraktionsvorsitzende appellierte, sich die Möglichkeit offenzuhalten, den Hauptverkehrsstrom von der Nassauer Straße auf die neue Ringstraße zu verlegen. „Wir müssen mit einer Zunahme des Verkehrs auf der Nassauer Straße rechnen“, sagte der Grünen-Abgeordnete Frank Böhme, „wir müssen über Lärmschutz reden.“ Auch er zog eine Trassenverlegung auf die neue Ringstraße in Betracht. Eine Analyse der Stadt ergab, dass derzeit gut 18000 Autos auf der Nassauer Straße unterwegs sind, 1000 weitere könnten nach dem Umbau dazukommen.

FDP-Fraktionsvorsitzender Rainer Voß bat um eine Prüfung, die neue Ringstraße direkt an die Brücke anzuschließen. Brum erklärte, eine Trassenführung entlang der Schienen komme womöglich teurer, aber man wolle prüfen, wo Chancen liegen.

Das Verkehrskonzept sieht eine neue Ringstraße parallel zu der Nassauer Straße entlang der S-Bahn-Gleise vor, die ein neues Gewerbegebiet erschließen soll. Die Straße soll von der Nassauer Straße auf Höhe der Autovermietung Buchbinder errichtet werden, bis zu den Gleisen geführt werden, und auf Höhe der Zeppelinstraße mit einem Kreisel wieder an die Nassauer Straße angebunden werden. Zudem ist in dem Konzept der Anschluss der Nassauer Straße an die Weingärtenumgehung vorgesehen. Ziel ist, die Oberhöchstadter Straße zu entlasten.

„Das ist das wichtigste Ziel“, sagte Uhlig, „damit machen wir den Verkehr durchlässig.“ Ein Abstand zur Wohnbebauung sei einzuhalten. Uhlig: „Der Anschluss der Umgehung darf keinen Anwohnerklagen zum Opfer fallen.“

Zur Diskussion steht auch der Schienenübergang über U- und S-Bahn-Gleise an der Frankfurter Landstraße südwestlich des Bahnhofs.

Uhlig möchte die Entscheidung zurückstellen. „Eine Schließung so früh, wäre falsch“, sagt auch der OBG-Fraktionsvorsitzende Georg Braun. Ein klareres Ziel formulieren die Grünen: Sie wollen den Übergang, welcher derzeit für alle Verkehrsteilnehmer offen ist, künftig nur für Fußgänger und Radfahrer öffnen.

Brum wies darauf hin, dass eine kostenteilige Finanzierung nach dem Eisenbahnkreuzungs-Gesetz nur möglich ist, wenn der Bahnübergang für alle dicht gemacht wird. „Dann brauchen wir eine teure Unterführung für Fußgänger und Radfahrer.“ Er zweifle an der Attraktivität des Baus.

Zum Busbahnhof gibt es auch noch Fragen. Böhme sprach sich für einen Rendezvous-Bahnhof an der Personenunterführung Ost statt auf dem Platz des 17. Juni aus. An dem Busbahnhof sollen alle Stadtbuslinien zusammenlaufen. Böhme forderte, Radfahrern und Fußgängern im Konzept mehr Raum zu gewähren, plädierte etwa für ein Fahrradparkhaus.

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